Starke Nachfrage: Aixtron wächst auch im dritten Quartal profitabel

Starke Nachfrage : Aixtron wächst auch im dritten Quartal profitabel

Aixtron bleibt auf der Erfolgsspur. Der Herzogenrather Hersteller von Spezialmaschinen für die Halbleiterindustrie meldet einen Zuwachs beim Auftragseingang von 16 Prozent auf 230,3 Millionen Euro innerhalb der ersten neun Monate dieses Jahres.

Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach sogenannten MOCVD-Anlagen zur Produktion von roten, orangefarbenen und gelben (ROY) LEDs, etwa für Displays, sowie von Lasern. Zudem füllte im dritten Quartal eine verstärkte Nachfrage nach Anlagen zur Leistungselektronik die Auftragsbücher. Vorstandschef Bernd Schulte sprach vom „besten Ergebnis seit 2011 und Ansporn für die Zukunft.“ Das Unternehmen profitiere von der zunehmenden Marktdurchdringung neuer Display- und Kommunikationstechnologien.

Die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten stiegen im Jahresvergleich um drei Prozent auf 180,9 Millionen Euro. Bereinigt um den Umsatzanteil von 37,6 Millionen Euro der 2017 verkauften ALD/CVD Produktlinie lagen sie um 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anlagen-Auftragsbestand erhöhte sich zum 30. September 2018 auf 151,9 Millionen Euro, das ist ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert und von zehn Prozent gegenüber dem 30. Juni 2018. Bruttogewinn und Bruttomarge verbesserten sich zwischen Januar und September gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent auf 78,2 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich in den ersten neun Monaten im Jahresvergleich auf EUR 20,7 Millionen Verglichen mit dem Vorquartal hat sich das Ebit im dritten Quartal mit 8,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das Nettoergebnis erhöhte sich im selben Zeitraum im Vorjahresvergleich auf 27,7 Millionen Euro. Zugleich konnte die Aixtron SE die Herstellungskosten senken: Sie gingen auf 102,7 Millionen Euro gegenüber 123,3 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2017 zurück.

Für das Gesamtjahr korrigierte der Vorstand seine Erwartungen nach oben. Man rechne nunmehr mit Gesamtaufträgen in Höhe von 290 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis zwischen 35 und 40 Millionen Euro. Bislang war Aixtron von rund 26 Millionen Euro ausgegangen.

Auch die Börse honorierte die guten Zahlen aus Herzogenrath: Das Aixtron-Papier legte im TecDax am Mittwoch zeitweilig um rund neun Prozent zu.

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