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Aachen: Aixtron hat „erfreuliche Margen”

Aachen : Aixtron hat „erfreuliche Margen”

Der Halbleitermaschinenbauer Aixtron AG, Aachen, erwirtschaftet wieder „erfreuliche Margen” - dank einer neuen Anlagengeneration, die seit Ende 2005 im Plattform-Verfahren produziert wird. Dies sagte Vorstandschef Paul Hyland am Dienstag vor der Hauptversammlung. Zugleich wiesen er und Finanzvorstand Wolfgang Breme Gerüchte zurück, Aixtron werde übernommen.

Es war über Ambitionen der Halbleiterausrüster Applied Materials (USA) und ASM International (Niederlande) spekuliert worden.

Da Aixtron, so warnte ein Privatinvestor, nur einen Börsenwert von rund 500 Millionen Euro habe, könne eine Übernahme „aus der Portokasse” bezahlt werden.

Aixtron selbst hat, so Breme, „derzeit keine konkreten Pläne” für Unternehmenskäufe, aber der Vorstand kann über Aktienoptionen und/oder Wandelschuldverschreibungen „zinsgünstiges Fremdkapital” von bis zu 500 Millionen mobilisieren.

Kritik, dass das Unternehmen zu wenig verdiene, wies der Vorstand zurück. Im 1. Quartal lag die Nettoumsatzrendite bei zwölf Prozent und damit über dem Durchschnitt des deutschen Maschinenbaus.

Die neuen Anlagentypen, so Hyland, erbrächten „erfreuliche Margen”. Aixtron stellt Anlagen zur Produktion von Verbindungshalbleitern (LED/Leuchtdioden) und von Silizium-Speicherchips (DRAMs) her. Der Start ins laufende Geschäftsjahr sei „fulminant” gewesen mit dem bisher höchsten Quartalsumsatz.

Der Auftragseingang ziehe seit vier Quartalen an und vielleicht werde er auch im 2. Quartal über 40 Millionen Euro liegen. Es sei aber eine „gewisse Sättigung der Märkte” (Breme) absehbar. Das âwahrscheinlich größte Risiko” (Hyland) sei der schwache Dollar, in dem Aixtron die meisten Bestellungen abrechnet.

Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen Umsatz von 190 bis 200 Millionen Euro sowie ein operatives Ergebnis (EBIT) von 15 bis 16 Millionen Euro an. Im 1. Quartal war bei Erlösen von 63,8 Millionen Euro ein EBIT von 8,2 Millionen erwirtschaftet worden.

Der weltweite Personalbestand (2006: 566) soll sich „leicht erhöhen”. Die Anteilseigner müssen weiter von einer Dividende „träumen” (ein Aktionärsschützer). 2006 war, so Breme „Cash eine der wichtigsten Zielgrößen”.