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Düsseldorf: Absatzschwäche der Autobranche belastet auch Rheinmetall

Düsseldorf : Absatzschwäche der Autobranche belastet auch Rheinmetall

Die Absatzschwäche in der Automobilbranche hat auch den Rüstungs- und Automobilzulieferkonzern Rheinmetall belastet.

Das Unternehmen nehme seine mittelfristigen Prognosen zurück, teilte der MDAX-Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die mit hohen Unsicherheiten behaftete Branchensituation lasse für den Unternehmensbereich Automotive gegenwärtig eine seriöse Prognose für 2009 und damit eine Bestätigung der bisherigen mittelfristigen Ziele nicht zu. Bislang hatte Rheinmetall eine Rendite beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von neun Prozent bis spätestens 2010 in Aussicht gestellt.

In den ersten neun Monaten erwirtschaftete Rheinmetall mit rund 2,8 Milliarden Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Das Ebit legte gegenüber dem Vergleichszeitraum um drei Prozent auf 163 Millionen Euro zu. Analysten hatten im Mittel mit 156 Millionen Euro gerechnet. Der Gewinn stieg um sieben Prozent auf 85 Millionen Euro. Damit lag der Gewinn fünf Millionen Euro über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

Rheinmetall bekräftigte die mit der Gewinnwarnung am 23. Oktober veröffentlichte angepasste Prognose für das laufende Jahr. Demnach erwartet Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive ein Ebit von rund 80 Millionen Euro und im Bereich Defence von mindestens 180 Millionen Euro. Daraus leite sich für den Gesamtkonzern eine Prognose für das konsolidierte Ebit zwischen 250 und 260 Millionen Euro ab. Vor der Gewinnwarnung war das Unternehmen von 280 bis 290 Millionen Euro ausgegangen.