Aachen: Nach dem Stawag-Music-Award: Von der Bühne in die Jury

Aachen: Nach dem Stawag-Music-Award: Von der Bühne in die Jury

Der 16. August 2015 war für Amin Afify ein besonderer Tag. Mit seinen Bandkollegen gewann der Frontmann der gleichnamigen Formation die Stawag-Music-Awards, die von unserer Zeitung präsentiert werden. In diesem Jahr sitzt der Sänger selbst in der Jury. Im Interview hat er darüber gesprochen, was sich in den vergangenen Monaten alles getan hat.

WirHier: Amin, fast ein Jahr liegt Dein Sieg bei den Stawag-Music-Awards mittlerweile zurück. Wenn Du noch einmal die Chance hättest, würdest Du wieder an dem Wettbewerb teilnehmen?

Amin Afify: Auf jeden Fall. Die Veranstaltung ist vor allem für junge Bands, die auch finanziell noch nicht so stark sind, eine tolle Möglichkeit, um neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen zu sammeln. Trotzdem darf man sich darauf nicht ausruhen. Es ist wichtig, dass man danach auch selbst etwas daraus macht, seine neu gewonnenen Kontakte nutzt und vor allem viel Musik macht. Für mich hat die Veranstaltung aber noch aus einem anderen Grund eine wichtige Bedeutung.

WirHier: Und die wäre?

Amin Afify: Vor drei Jahren haben wir uns schon einmal dort beworben. Damals sind wir aber nicht genommen worden. Und beim nächsten Versuch haben wir gewonnen. Das ist toll.

WirHier: Was ist bei Dir in den vergangenen Monaten passiert?

Amin Afify: Wir haben weiter am Release unseres Albums gearbeitet, das bald erscheinen soll und viel Musik gemacht. Im Dezember bin ich nach Köln gezogen, und seitdem spielen wir dort öfter. Natürlich haben wir auch Auftritte in der Region.

WirHier: Bei den Stawag-Music-Awards ist es üblich, dass der Gewinner im kommenden Jahr in der Jury sitzt. Wie fühlt es sich an, die Seiten zu tauschen?

Amin Afify: Am Anfang war das natürlich schon sehr ungewohnt, aber es ist nach wie vor auch sehr interessant. Wir haben uns zunächst alle Einsendungen angehört und jedes Jurymitglied hat Punkte vergeben. Die Bands, die die meisten Punkte hatten, kamen dann eine Runde weiter.

WirHier: An welchen Kriterien hast Du Dich bei der Punktevergabe orientiert?

Amin Afify: Man konnte sich an verschiedenen Punkten wie zum Beispiel der technischen Raffinesse oder der Präsentation orientieren. Mir war besonders wichtig, dass jede Band ihre eigene Note hat und die auch gut umsetzt.

WirHier: Gab es zwischen Dir und Deinen Jurykollegen denn auch Diskussionen?

Amin Afify: Diskussionen gab es auf jeden Fall, und das ist auch gut so, schließlich hat jeder einen anderen Musikgeschmack. Ich denke aber, dass wir einen sehr guten Konsens gefunden haben. Für zehn Bands ging es nach dieser Vorauswahl in die Live-Auditions. Daran konnte ich aber leider nicht teilnehmen, deshalb bin ich umso mehr darauf gespannt, was uns im Finale erwartet. Ich weiß zwar welche Bands weitergekommen sind, aber das darf ich noch nicht verraten.

WirHier: Das Finale findet am 18. September auf dem Aachener Marktplatz statt. Welche Tipps hast Du für die Teilnehmer?

Amin Afify: Der Gesamteindruck ist besonders wichtig. Dazu gehört vor allem, dass man Spaß auf der Bühne hat und authentisch ist. Nicht nur die Songs sind wichtig, sondern auch, dass die Musiker zeigen, warum sie auf der Bühne stehen. Sie müssen das Publikum entertainen. Das heißt nicht, dass sie auf der Bühne den Hampelmann spielen, sondern mit ihrer eigenen Art begeistern.

WirHier: Du wirst aber an diesem Tag nicht nur in der Jury sitzen...

Amin Afify: Nein, wir werden auch selbst einen kurzen Auftritt an diesem Tag haben.

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