Kommentar zu #ohnemich

Kommentar zu #ohnemich

Nie mehr Schminken, Augenbrauenzupfen, Nägellackieren, Beinerasieren, Schmuckanlegen? Das fordert die Soziologin Barabara Kuchler mit dem Hashtag #ohnemich und löst damit gerade eine Debatte im Netz aus.

Ihre Botschaft: Frauen sollten in unserer Gesellschaft nicht fürs Gutaussehen zuständig sein, und daran müssen sie selbst etwas ändern. Ihr Rezept: „Solange wir uns bereit erklären, unsere Hintern in hautenge Hosen zu zwängen, [...] und auf hohen Absätzen daherzuklappern, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir als ,knackiger Hintern‘ oder ,scharfe Schnitte‘ wahrgenommen werden‘, schreibt Kuchler bei „Zeit Online“ .

Ihre Aussagen treffen im Internet auf viel Kritik, und so wird #ohnemich oftmals zu einem „Diese Meinung teile ich nicht“ — zu Recht. Denn Frauen machen sich schon längst nicht mehr für Männer schön, sondern für sich selbst, weil es ihnen gefällt.

Und selbstverständlich sollte man sich wundern, wenn man nur als „scharfe Schnitte“ wahrgenommen wird, aber es ist nicht die Aufgabe einer Frau, das zu ändern, indem sie sich wie ein Mann stylt. Frauen sollten tragen, was sie wollen und sich dabei keine Gedanken über die Wahrnehmung eines Mannes machen. Im Endeffekt zählt, was in einem Menschen steckt. Alles andere ist oberflächlich. #ohnemich

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