Kommentar zu Klima-, Umwelt- und Tierschutz

Kommentar zu Klima-, Umwelt- und Tierschutz : Alles richtig zu machen, ist fast unmöglich

Es ist nahezu unmöglich, im Alltag in Bezug auf Umwelt-, Klima- und Tierschutz alles richtig zu machen. Aber jeder kann sich bewusst machen, welche Auswirkungen Plastikverbrauch, übermäßiger Fleischkonsum und der Genuss von exotischen Früchten haben, die einen langen Transportweg hinter sich haben.

Ob Glas-, Plastik- oder Papierverpackungen besser sind, ist keine so einfache Frage – denn darauf gibt es einfach keine klare Antwort. Wie soll ich versuchen, ein bisschen nachhaltiger zu leben, wenn mir nicht mal das jemand vernünftig beantworten kann? Die Zusammenhänge in dieser Welt sind einfach viel zu kompliziert.

Der Verzicht auf Plastik ist gut, aber nicht einfach und vor allem nicht ausreichend. Wer löblicherweise auf Fleisch verzichtet, dafür aber auf Tofu zurückgreift, wird angegriffen mit den Worten: „Du zerstörst die Regenwälder.“ Die Schuldzuweisungen werden vom Fleischesser zum Veganer, vom Verbraucher zur Industrie und zur Politik geschoben und umgekehrt.

Aber wer ist denn jetzt eigentlich wirklich an was Schuld? Sind wir das nicht irgendwie alle? Einen starken Kaffee aus Brasilien am Morgen, einen süßen Wein aus Italien am Abend, Avocado und Zitrone aus fernen Ländern, Erdbeeren im Winter: Das geht, aber es gibt auch regionale Alternativen.

Eine Woche auf Plastik zu verzichten, kann lehrreich sein. Aber nur, wenn dadurch der Blick für andere Sachen geschärft wird. Man kann nicht alles richtig machen, aber jeder kann versuchen nach seinen Prioritäten etwas für diesen Planeten zu tun. Hauptsache, jeder fängt endlich damit an.