Region: Die Uni geht dem Ende zu und kein Job in Sicht

Region: Die Uni geht dem Ende zu und kein Job in Sicht

Studenten werden für so ziemlich alles beraten: Studienfachwahl, Fachwechsel, Studienabbruch und Ausbildungsalternativen. Nur eines steht nicht auf dem Plan: Arbeitslosigkeit.

Was also tun, wenn das Zeugnis kommt, aber kein Job in Sicht ist?

Bekommt man staatliche Unterstützung?

Ja. Arbeitslosengeld bekommt nur, wer mindestens zwölf Monate sozialversicherungspflichtig angestellt war. Also wer über 400 Euro im Monat verdient hat. Weil das bei Studenten nicht so oft zutrifft, fallen sie in der Regel erstmal unter den Hartz-IV-Satz. Damit die finanzielle Unterstützung aber rechtzeitig ankommt, sollte man sich mindestens drei Monate vor Studienende bei der Agentur für Arbeit erwerbslos melden.

Muss man sich melden, wenn man keine Unterstützung anfordert?

Nein. Trotzdem kann das hilfreich sein. Die Agentur für Arbeit bietet Jobvorschläge, Weiterbildungsmöglichkeiten und Bewerbungstrainings.

Darf man jobben, wenn man Hartz IV empfängt?

Man darf bis zu 100 Euro im Monat dazu verdienen. Das gilt auch für Praktika. Alles darüber rechtfertigt keine Unterstützungsleistung mehr.

Was ist mit der Krankenversicherung?

Über die Eltern ist man nur versichert, solange man sich in der Ausbildung befindet und unter 30 Jahre alt ist. Die Beiträge von Hartz-IV-Empfängern übernimmt die Agentur für Arbeit. Wer keine Leistungen bezieht, muss sich freiwillig versichern. Das geht nicht nur privat, sondern auch bei den gesetzlichen Krankenkassen und kostet etwa 170 Euro im Monat.

Wo findet man Hilfe bei der Jobsuche?

Bei der Agentur für Arbeit. Möglichkeiten bieten auch das Career Center der RWTH Aachen und der Career Service der FH Aachen. Dort werden Trainings für Bewerbungen, Assessment Center angeboten, und es können auch Kontakte in die Wirtschaft vermittelt werden.

Vor allem gilt:

Bewerben, bewerben, bewerben — und den Mut nicht verlieren.

(nai)