Die Lieblingsspiele vom WirHier-Team

Was das WirHier-Team stundenlang gezockt hat : Mögen die Spiele beginnen

Spiele-Nerds und Konsolen-Junkies aufgepasst! Die Gamescom startet wieder am 20. August in Köln. Sie ist eine der größten Messen für Computer- und Videospiele und lockte im vergangenen Jahr rund 370.000 Besucher an. Einer der größten Reize: Die zahlreichen Spiele-Neuheiten auf Konsolen wie PS4, Xbox One oder Nintento Switch auszuprobieren.

Das WirHier-Team verrät, welche Games es stundenlang gezockt hat und welche für immer die Lieblingsspiele bleiben werden. Es reicht von epischen Rollen­spielen über Strategiespiele bis hin zu Simulationsspielen. 

Anke Capellmann – The Elder Scrolls V: Skyrim

Das Kaiserreich von Tamriel steht am Abgrund. Nicht nur die gesellschaftliche und politische Lage in der Provinz Himmelsrand ist beunruhigend. Eine uralte und sehr viel gefährlichere Bedrohung erwacht zu neuem Leben – die Rückkehr der Drachen. Laut Prophezeihung gibt es nur einen, der gegen die Drachen bestehen kann: das Drachenblut. Diese Rolle übernimmt der Spieler bei „The Elder Scrolls V: Skyrim“. Die offene Spielwelt ist riesig, die Hauptstory punktet mit zahlreichen Nebenquests und verspricht so ein wochenlanges Vergnügen. Im Spiel habe ich mich den Magiern angeschlossen, das Kaiserreich mit meinem Pferd erkundet und wurde nach und nach stärker. Am Ende stand ich Alduin, dem Weltenfresser und Anführer der Drachen, gegenüber – und ich habe Himmelsrand vor ihm gerettet.

Marie Eckert – Die Sims

Ich möchte lieber nicht zusammenrechnen, wie viele Stunde meines Lebens ich damit verbracht habe, virtuelle Figürchen zu versorgen und die ein oder andere Familientragödie samt bewegten Einzelschicksalen zu inszenieren. „Die Sims“, damals noch Teil 1, war das erste Computerspiel, das ich auf unserem ersten Rechner zu Hause spielen durfte. Natürlich war ich später auch bei Teil 2 und 3 dabei. Ich konnte die Faszination dafür, das normale Leben zu spielen, weder mir selbst noch anderen jemals vernünftig erklären, aber es hat mir riesigen Spaß gemacht. Und allein war ich damit auch nicht, schließlich zählen die Sims-Teile zu den erfolgreichsten PC-Spielen weltweit. Es ist kurios: Während ich also Stunden mit der minutiösen Pflege meiner Sims verbracht habe, wäre derweil die Bedürfnisanzeige für Hunger, Soziales und Energie bei der Spielerin im echten Leben, also mir, konstant heruntergegangen. Der Balken für Spaß wäre dafür wohl immer so grün gewesen, wie es nur ginge.

Caroline Niehus – Animal Crossing

Meine erste eigene tragbare Konsole war der Nintendo DS – und mein allerliebstes Lieblingsspiel „Animal Crossing“. Als Miniausgabe von mir selbst tauchte ich dort in eine liebevoll gestaltete Fantasiewelt ein. Freunde zu finden fiel dort leicht, denn die Tiere hatten bescheidene Wünsche, die man ihnen leicht erfüllen konnte. So hatte ich mir schnell die Freundschaft von Ente Quaks und Hund Doris erarbeitet. Es war ein richtiges Stadtleben, in dem man sein Haus ausbauen und einrichten konnte. Die wichtigsten Einkäufe erledigte man bei Tom Nook. Sogar einen kleinen Friseur gab es, bei dem ich meinem Mini-Me kurze rote Haare verpasste. Ins echte Leben habe ich das nicht übertragen. Aber ich holte noch lange immer mal wieder meinen DS raus, um meine tierischen Freunde zu besuchen.

Eva Onkels – Civilization V

Kein Spiel habe ich so ausdauernd gespielt wie „Civilization V“ – ein Strategiespiel, in dem der Spieler eine Zivilisation aufbaut. Das Schöne: Die Siegbedingung ist frei wählbar und der Spieler muss sich nicht direkt zu Beginn entscheiden. Hinterhältig den Gegner von der Karte zu fegen ist ebenso möglich wie ein friedlicher Aufbruch zu den Sternen. Dazu kommt eine riesige Auswahl an Staaten, die man spielen kann, jeder mit einem eigenen Anführer. Diese sind alle historisch und besitzen passende Boni. Manche kennt man, wie Napoleon, manche zumindest in unseren Breiten nicht, etwa den polynesischen König Kamehameha. Hüten muss sich der Spieler, wenn Ghandi auf der Karte ist. Aus einem Programmierfehler im ersten Teil des Spiels entstand der Running Gag, dass die ansonsten pazifistisches Figur des Spiels schneller zu Atombomben greift als alle anderen Gegner.

Kim Statzner – World of Warcraft

Mein absolutes Lieblingsspiel ist „World of Warcraft“. Seit das Online-Rollenspiel 2004 auf den Markt kam, ist es aus dem Genre nicht mehr wegzudenken. Der ewige Kampf der Horde und der Allianz wurde zu einem Stück Popkultur. Viele Spieler und auch ich sind mit der Welt von Azeroth groß geworden. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich weder arbeitslos bin, noch im Keller meiner Mutter wohne. Die Schüler und Studenten, die vor zehn Jahren gemeinsam die Nächte durchgezockt haben, sind jetzt berufstätig, manche schon Eltern. Meine Blut­elfen-Jägerin Cleo, die ich im Alter von 15 Jahren als ­ersten Charakter erstellt habe, spiele ich heute noch. Mit Freunden aus meiner Gilde, also Gruppen, in denen man sich im Spiel zusammenschließt, treffe ich mich auch heute noch im echten Leben. Mich würde es nicht wundern, wenn ich auch in zehn Jahren noch zu virtuellen Schlachten in der „World of Warcraft“ ausrücke. Für die Horde!

Lars Voßen – Anstoss 2 Gold

Keine aktuellere und realistischere Fußball-Managersimulation reicht an „Anstoss 2 Gold“ heran. In der Vorbereitung ins Trainingslager von „Dr. Do Ping“ fahren, Spieler des Rivalen umtreten lassen, dem Schiedsrichter einen Blindenhund schenken: Wer schon immer mal ohne schlechtes Gewissen den José Mourinho in sich ausleben wollte, ist bei dem Spiel richtig aufgehoben. In unzähligen Sessions bin ich auf Spieler mit so klangvollen und tiefsinnigen Namen wie Kurti Sahne getroffen. Habe in Interviews unter anderem den eigenen Präsidenten („Wer vom Fußball gar nichts kennt, wird in diesem Verein Präsident“) und die Presse („Sie gehören in einen Sack gesteckt und da gehört draufgehauen“) beleidigt. Und habe auch nach mehr als 20 Saisons noch Neues im Spiel entdeckt. Ein echter Klassiker – nicht nur für die Bad Boys unter den Trainern und Managern.

Benjamin Wirtz – Heroes of Might & Magic III

Das 1999 veröffentlichte Spiel hat bis heute nichts von seinem Charme verloren. Bei dem rundenbasierten Strategiespiel muss man mit seinem Helden Rohstoffe sammeln, seine Stadt ausbauen und Kreaturen rekrutieren. 56 verschiedene Geschöpfe bietet das Spiel. Mit seiner Armee besiegt man dann die feindlichen Einheiten. Vom ersten Moment an faszinierte mich „Heroes III“, besonders als es vom Erkundungsmodus in den taktischen Schlachtenmodus wechselte. Und diese Faszination hält bis heute an. Wie viele unterschiedliche Aspekte man dabei beachten kann, merkte ich erst nach und nach. In den Jahren gab es viele Versuche, das Spiel zu verbessern, doch weder der Charme noch das gelungene Gameplay konnten erreicht werden. Und die Musik ist einfach traumhaft und unvergessen.

Jetzt seid ihr dran, denn wir wollen wissen, welche Konsole bei euch die Nase vorne hat:

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