Kreis Heinsberg: Wechsel an der Spitze der AWO im Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg: Wechsel an der Spitze der AWO im Kreis Heinsberg

Beim Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben: Bernd Reibel ist der neue Vorsitzende, der bei der AWO-Kreiskonferenz in der Selfkanthalle von Waldfeucht-Haaren zum Nachfolger von Josef Krawanja gewählt wurde. Auf dem umfangreichen Programm standen neben den Neuwahlen des Vorstandes Ehrungen langjähriger Mitglieder.

In seiner letzten Rede als Vorsitzender zog Josef Krawanja Bilanz der letzten vier Jahre. Im Geschäftsbericht lenkte Andreas Wagner als Geschäftsführer den Blick der Mitglieder auch auf die Position der AWO als bedeutender Arbeitgeber im Kreis Heinsberg.

Norbert Spinrath, SPD-Mitglied des Bundestages, verdeutlichte als Gastredner, welche Erwartungen die Gesellschaft in Zeiten der Flüchtlingsproblematik und des fehlenden sozialen Wohnungsbaus an einen Wohlfahrtsverband stelle.

„,Unsere soziale Verpflichtung mit Herz‘ lautet das Motto der Kreiskonferenz — und dies ist gleichsam Fundament unserer Arbeitsschwerpunkte“, betonte Josef Krawanja gleich zu Beginn seiner Rede. Alle Entscheidungen der letzten Jahre seien ausgerichtet an der Selbstverpflichtung der AWO, sich für ein sozial gerechteres und menschliches Umfeld sowie für Menschen einzusetzen, die keine Lobby hätten. Die AWO werde sich weiterhin mit Themen wie Kinder- und Altersarmut, Pflegenotstand, Arbeitslosigkeit und Integration von Asylsuchenden befassen.

Die Zahl betreuter Kindergartenplätze unter drei Jahren (U3) sei in den zehn AWO-Einrichtungen von 81 auf 159 Plätze ausgebaut worden. Für die Bedarfsdeckung bei den über drei Jahre alten Kinder seien in den Kitas zusätzliche Gruppen eingerichtet worden. Den steigenden Betreuungsbedarf für Kinder in den Schulen begegne die AWO mit ihrer Einrichtung „spielend Lernen“. In allen elf Schulen der Städte Wegberg und Übach-Palenberg betreue die AWO 1022 Schüler mit mehr als 100 Kräften.

Zum 1. Februar 2016 habe die AWO mit 1473 Mitgliedern sinkende Zahlen verzeichnet. Es gelte für alle Ortsverbände, jüngere Menschen für die AWO zu begeistern und die Mitgliederzahlen zu steigern. Zum Schluss teilte Krawanja mit, dass er nach 15 Jahren Vorsitz im AWO-Kreisverband ins zweite Glied zurücktrete und das Amt in jüngere Hände legen wolle.

In den letzten vier Jahren sei die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um über 100 Personen auf mehr als 800 angewachsen, ließ Andreas Wagner als Geschäftsführer die Versammlung wissen. Die Stellung als bedeutender Arbeitgeber im Kreis Heinsberg sei gewachsen, vor allem auch, weil die AWO im Kreis Heinsberg die Löhne und Gehälter nach dem geltenden Tarifvertrag der AWO NRW bezahle.

Im Qualitätsmanagement sei die AWO gut aufgestellt. In der Altenpflege lege die AWO vermehrt das Augenmerk auf die ambulanten Dienste. In Heinsberg sei zu Beginn des Jahres 2015 eine eigenständige ambulante Pflegestation eröffnet worden, eine weitere werde in Übach-Palenberg folgen. Die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Pflege werde am Standort Heinsberg geschlossen, in dem die AWO zu Beginn des nächsten Jahres eine zweite Tagespflegestation eröffnen werde.

Die Ehrungen langjähriger Mitglieder nahmen der AWO-Kreisvorsitzende Josef Krawanja und die AWO-Bezirksvorsitzende Beate Ruland gemeinsam vor. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Änne Barthel aus Übach-Palenberg geehrt, für 50 Jahre Ilse Keuter, Charlotte Apih, beide ebenfalls aus Übach-Palenberg, sowie Hannelore Arndt aus Hückelhoven.

Zum neuen Vorsitzenden wählte die Versammlung Bernd Reibel, zu Stellvertretern wurden Josef Krawanja, Monika Rother und Kurt Sybertz gewählt. Als Beisitzer wurden gewählt: Karin Bonitz, Heinz-Peter Brendt, Wilfried Fuchs (neu im Vorstand), Hans Hohnen, Gerd Holländer, Thomas Klüpfel, Rainer Rogowsky (neu im Vorstand), Karl-Heinz Röhrich, Heinz Schädel (neu im Vorstand), Brigitte Wenrich (bisherige Revi­sorin), Peter Wilms und Leo Wolters.

(jwb)