Hückelhoven: Warten auf mehr Geld für das neue Traumland

Hückelhoven: Warten auf mehr Geld für das neue Traumland

Im Mai hatte der Stadtrat den Neubau des Familienzentrums Traumland beschlossen. Bedingung war, dass die Stadt über die Ausbaupauschale für die Betreuung der unter Dreijährigen hinausgehende finanzielle Mittel erhalte.

Von einer Kostenübernahme der Hälfte der veranschlagten Baukosten von 2.500,000 Euro war ausgegangen worden.

22 Plätze in der U3-Betreuung

Mit der Maßnahme sollen unter anderem auch 22 Plätze in der U3-Betreuung geschaffen werden. Vom Landschaftsverband Rheinland sei nun signalisiert worden, dass ein Zuschuss in Höhe von rund 570.000 Euro zu erwarten sei, wie der Kämmerer Helmut Holländer vor dem Jugendhilfeausschuss berichtete. Diese Summe wird anteilig in diesem und im nächsten Jahr zur Verfügung gestellt.

„Die finanziellen Rahmenbedingungen haben sich erheblich verändert”, betonte Holländer. Daher muss noch in diesem Jahr mit der Baumaßnahme begonnen werden, die eigentlich für das kommende Jahr geplant war.

Zusätzliche Probleme bereitet die Förderung der U3-Betreuungsplätze, für die derzeit auch keine Zusage vorliege. Ob und wann sie bereitgestellt würden, könne derzeit nicht gesagt werden.

Holländer warb dennoch um Zustimmung für den frühen Baubeginn. Wenn der Bau überhaupt noch realisiert werden solle, müsse auch ohne konkrete Zusage seitens des Landes mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden. „Wir müssen jetzt zugreifen”, erklärte der Kämmerer. Denn man wisse nicht, wie der Landeshaushalt im kommenden Jahr aussehen werde. „Wir sollten froh sein, dass wir überhaupt Geld bekommen”, lautete sein Fazit.

80.000 Euro überplanmäßig

Dieser Sichtweise schlossen sich die Ausschussmitglieder an und stimmten der Vorlage ohne Gegenstimmen zu. Die erforderlichen zusätzlichen Haushaltsmittel von 80.000 Euro werden überplanmäßig zur Verfügung gestellt.

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