Städteregion: Warnstreik: Straßenverkehrsamt bleibt zu

Städteregion: Warnstreik: Straßenverkehrsamt bleibt zu

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst spitzt sich allmählich zu. Für den kommenden Mittwoch, 27. April, rufen die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Komba die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen zum ganztägigen Warnstreik auf.

Damit wird es im Verhandlungspoker, in dem die Gewerkschaft sechs Prozent mehr Lohn fordert, zum ersten Mal ernst.

Auswirkungen wird der Ausstand auch auf Einrichtungen der Städteregion haben. „Betroffen ist in erster Linie das Straßenverkehrsamt in Würselen. Hier haben so viele Beschäftigte angekündigt, an dem Warnstreik teilzunehmen, dass der Betrieb nicht aufrechterhalten werden kann“, erklärte Detlef Funken am Freitag. Nach Aussage des städteregionalen Pressesprechers bleibt auch die Nebenstelle in Monschau (Laufenstraße) geschlossen.

Einschränkungen sind auch in den Kindertagesstätten zu erwarten. Insgesamt 29 Einrichtungen betreibt der Städteregion Aachen in den vier Kommunen Baesweiler, Monschau, Roetgen und Simmerath. Ob die Gewerkschaft Schwerpunkte setzen wird, ließ sie zunächst offen. „Es wird aber keine Kindertagesstätte komplett geschlossen bleiben. Zumindest ein Betrieb in Notgruppen wird überall gewährleistet werden können“, versichert Detlef Funken. Eltern werden dennoch gebeten, sich im Vorfeld bei der jeweiligen Kindergartenleitung über die Situation zu erkundigen.

Auch bei den übrigen Dienststellen der Städteregion kann es zu längeren Wartezeiten als üblich kommen. „Grundsätzliche Einschränkungen im Bürgerservice sind dort aber nicht zu erwarten“, betont der Pressesprecher. Die Verhandlungen um die Bezüge im Öffentlichen Dienst werden Ende kommender Woche, am 28. und 29. April, mit der dritten Runde in Potsdam fortgesetzt.

(gro)
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