Kreis Heinsberg: Wahlpanne mit AfD-Stimmen: Neuauszählung

Kreis Heinsberg: Wahlpanne mit AfD-Stimmen: Neuauszählung

Der Kreiswahlausschuss hat am Mittwochnachmittag die Ergebnisse der Landtagswahl und die gewählten Bewerber — Bernd Krückel und Thomas Schnelle von der CDU — offiziell festgestellt. Nach den Schnellmeldungen vom Wahlabend hatten die Städte und Gemeinden am Montag die Möglichkeit, Eingabefehler zu berichtigen.

So wanderten zum Beispiel im Wahlkreis 9 Heinsberg I (Südkreis) nachträglich 44 Stimmen vom SPD-Kandidaten Christoph Grundmann zum CDU-Sieger Bernd Krückel. Doch auf zwei „Umstände“ wies Kreiswahlleiterin Liesel Machat im Ausschuss ausdrücklich hin: Für den Erkelenzer Stimmbezirk 1000 in Schwanenberg waren nach einem Hinweis auf Unstimmigkeiten beim Resultat der AfD (gemeldet worden waren null Zweitstimmen) die Unterlagen bei der Stadt angefordert worden. Im Kreishaus fand eine Neuauszählung dieses Bezirks statt: Dabei kam die AfD dann auf 64 Zweitstimmen.

„Die Stimmen scheinen fälscherlicherweise den Parteien Piraten und Die Linke zugeschlagen worden zu sein“, so Machat. Im Wassenberger Stimmbezirk 16 Myhl war nach Darstellung der Kreiswahlleiterin zwei Personen die Wahl ermöglicht worden, die einen Sperrvermerk wegen eines bereits ausgestellten Wahlscheins hatten.

Die zwei Personen hätten dem Wahlvorstand versichert, die Briefwahlunterlagen seien bei ihnen nicht angekommen. „Theoretisch besteht jedoch die Möglichkeit, dass diese zwei Personen, wenn der Wahlschein ihnen doch zugestellt worden sein sollte, innerhalb des Wahlkreises 10 Heinsberg II ihre Stimme nochmals abgegeben haben“, so Machat.

Der prozentuale Anteil von zwei Doppelstimmen am Ergebnis dieses Wahlkreises läge nach ihren Angaben bei 0,003 Prozent. „Dies hätte jedoch keine Auswirkungen auf das Kräfteverhältnis der einzelnen Parteien beziehungsweise Wahlkreisbewerber.“ So blieb es also auch im Nordkreis beim Erfolg des CDU-Kandidaten Schnelle.

(disch)
Mehr von Aachener Zeitung