Erkelenz-Bellinghoven: Vuvuzela aus der Teppichrolle trötet zum Sieg

Erkelenz-Bellinghoven: Vuvuzela aus der Teppichrolle trötet zum Sieg

Die sechs Vehikel werden zum Titanic-Titelsong „My heart will go on” zu Wasser gelassen, die Spannung steigt: Welches Gefährt wird wohl die beiden Runden um die Insel der Maar überstehen? Das war die bange Frage, die sich die Zuschauer am Rande des Bellinghovener Maars beim nun schon traditionellen Wasservehikelrennen auf dem Dorfweiher stellten.

„WM in Südafrika” war diesmal als Thema für die Bastler und Tüftler der skurrilen Wasserfahrzeuge vorgegeben.

Auf dem Sofa vorm Fernseher

Bis zur Startlinie, wo sich die Gegner erbitterte Plastikballschlachten lieferten, schaffen es noch alle - aber dann schwächelt das Wasservehikel von Frank, seinem Sohn Jannick und seinem Nachbarn Hubert Rütten. Im Auftrag des Kappellenvereins hatten sie es rekordverdächtig am Vortag in nur drei Stunden gebaut und stellten damit die legendäre Elfmetersituation zwischen England und Deutschland dar.

Gemütlicher war das Vehikel der Mitglieder des Böllervereins. Die Jungs konnten es sich auf einem Sofa vor dem Fernseher bequem machen und hatten sogar einen Grill dabei, um sich mit Würstchen zu versorgen. Auch eine reine Damenmannschaft war mit von der Partie.

Menschlicher Außenbordmotor

Die Mädels der Bellinghovener Karnevalsgemeinschaft paddelten auf einem Fußballfeld mit Siegertreppchen um die Insel. Ein menschlicher Außenbootmotor beschleunigte das Ganze noch etwas.

Das jüngste Team hatte das höchste Gefährt. Für den richtigen Auftrieb sorgten nämlich große Fässer und unter dem Motto „Fußball verbindet Völker” traten sie das Rennen an.

Ganz offensichtlich außer Konkurrenz fuhr das Dreigestirn des Erkelenzer Karnevalsvereins (EKG). Sie hatten nämlich nicht ganz so regelkonform ein von ihnen so genanntes „bootsähnliches Gefährt”, dass ein normales Kanu war, mitgebracht, wurden auf der Zielgeraden aber trotzdem von der Riesenvuvuzela überholt.

Die 50-Euro-Siegprämie

Das Bellinghovener Pärchen Alexander und Yvonne Theißen und ihre Nachbarskinder Christoph und Tristan Maus hatten aus einer alten Teppichbodenrolle, Pappmaché und jeder Menge schwarz, rot und goldglänzender Farbe eine der die Fußballgemüter spaltenden Tröten aus Südafrika nachgebaut und sich damit den ersten Platz und die 50-Euro-Siegprämie beim diesjährigen Wasservehikelrennen gesichert.