Erkelenz: Vorwurf der Freien Wähler: Grenzsteine würden einfach entfernt

Erkelenz: Vorwurf der Freien Wähler: Grenzsteine würden einfach entfernt

Jedes Jahr werden vom Rat Mittel für die Instandhaltung der Wirtschaftswege im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt.

Diejenigen, die den größten Nutzen von den Feld- und Wirtschaftswegen haben, sind die Landwirte. Die Mittel, also die Steuergelder, werden aber sicher zum größten Teil von „Nicht-Landwirten” aufgebracht. Selbstverständlich nutzen auch sie als Radfahrer beziehungsweise Fußgänger diese Wege.

„Was in unserem Stadtgebiet auffällt, ist, dass die Wege oft in einem schlechten Zustand sind beziehungsweise kurze Zeit nach einer Sanierungsmaßnahme wieder stark beschädigt sind”, hat Otto Hübgens, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Erkelenzer Stadtrat erkannt.

Dies habe einen wesentlichen Grund, meint er in einem Brief an Bürgermeister Peter Jansen: „Vielfach halten die Landwirte bei der Bearbeitung ihrer Ackerparzellen die Grundstücksgrenzen nicht ein.” Grenzsteine würden einfach entfernt. Die Bankette würden soweit abgepflügt, dass die Wege keinen Halt mehr hätten und dadurch zerstört würden.

Ordnungsrechtliche Maßnahmen

„Hinweise an diese Landwirte nutzen nichts.” In einem konkreten Fall habe er die Verwaltung informiert. Geschehen sei jedoch nichts. Der betreffende Landwirt habe den Feldweg nicht wieder in den vorherigen Zustand gebracht.

„Wir beantragen daher, alle Landwirte, die im Erkelenzer Stadtgebiet Ackerflächen bearbeiten, mit Nachdruck auf die Einhaltung der Grundstücksgrenzen hinzuweisen. Dies sollte auch kontrolliert werden. Bei Nichteinhaltung sollten, wenn dies möglich ist, ordnungsrechtliche Maßnahmen gegen den betreffenden Landwirt nicht nur angedroht, sondern auch eingeleitet werden”, fordert Hübgens.

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