Erkelenz: Vorlesewettbewerb: Spontan auf den Text eingehen

Erkelenz: Vorlesewettbewerb: Spontan auf den Text eingehen

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels zieht seit 52 Jahren immer wieder Leseratten der sechsten Jahrgangsstufe an. Bundesweit nehmen jährlich Schüler von insgesamt 7500 Schulen daran teil. Angefangen in der Klasse und der Schule müssen sie sich Runde für Runde nach vorne lesen, um in das Bundesfinale zu gelangen, das in diesem Jahr im Juni in Frankfurt stattfindet.

Beim Vorlesewettbewerb gibt es sie noch, die Grenze zwischen Nord- und Südkreis. Während die beiden Sieger des Nordkreises in der Erkelenzer Stadtbücherei ermittelt wurden, war der Südkreis in der Geilenkirchener Stadtbücherei dran.

In Erkelenz waren zum Regionalentscheid zehn Teilnehmer aus weiterführenden Schulen angetreten. Für die Zuhörer war es auch interessant, weil in der ersten Runde jeder Teilnehmer aus einem frei gewählten Text lesen durfte. „Dadurch wird es abwechslungsreich und interessanter für alle”, erklärte Rademacher. Für die Zuhörer hatte es den Vorteil, dass sie auch neue Bücher kennenlernten.

Schwierig wurde es in der zweiten Runde. Denn im Gegensatz zu dem eigenen Text, den die Schüler ausgiebig einüben konnten, wurden sie nun mit dem Überraschungstext „Das Buch der seltsamen Wünsche” von Angie Westhoff konfrontiert. „Dabei zeigt sich, ob die Kinder auch spontan auf einen Text eingehen können”, so Rademacher. In der Gruppe A (Hauptschulen) setzte sich Ina Weßling von der Ratheimer Carl Friedrich von Weizsäcker Hauptschule gegen Julia Starichenko von der Wegberger Gemeinschaftshauptschule und Kristian Leinweber von der Erkelenzer Gemeinschaftshauptschule durch.

In der Gruppe B siegte Kjell Forthmann vom Cornelius-Burgh knapp vor seinen Konkurrenten Jannik Graff (Europaschule Erkelenz), Alicia Koch (Cusanus), Ella Königs (Maximilian-Kolbe-Gymnasium), Henry Maack (Edith-Steinm-Realschule Wegberg), Yannik Rubach (Gymnasium Hückelhoven) und Lucy Scheiding (Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg). Beide werden bei der nächsten Runde im April in Meckenheim und Köln dabei sein. Die Jury in Erkelenz bestand aus dem Stadtjugendpfleger Markus Wilmer, der Buchhändlerin Helen Krahe, der Grundschullehrerin Rita Stein und der Bibliothekarin Margret von der Heiden.

„Am Ende war es knapp”, erklärte Rademacher anerkennend. „Die Schüler haben auch den fremden Text gut beherrscht.” Alle Kinder erhielten eine Urkunde und ein Buchgeschenk.

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