Mobilität rund um die Lütticher Straße: Vorfahrt fürs Bewohnerparken

Mobilität rund um die Lütticher Straße : Vorfahrt fürs Bewohnerparken

Die geplante Bewohnerparkzone „U“ im Umfeld der Lütticher Straße zwischen Körnerstraße und Morillenhang soll möglichst zügig umgesetzt werden. Doch trotz allseitiger Zustimmung wurde das Thema im Mobilitätsausschuss durchaus kontrovers diskutiert.

Vorfahrt für Fahrradfahrer auf der Lütticher Straße? Zumindest im Hinblick auf den politischen Zeitplan hat die Frage in der jüngsten Sitzung des städtischen Mobilitätsausschusses eine vehemente Debatte ausgelöst.

Am Ende setzte sich die SPD mit ihrer Forderung durch, zunächst die geplante Einrichtung einer neuen Bewohnerparkzone „U“ im Bereich zwischen Körnerstraße, Hohenstaufenallee, Amsterdamer Ring und Morillenhang umzusetzen, statt die Umgestaltung der Lütticher Straße weiter oben auf die Prioritätenliste zu setzen.

Diesmal standen die Grünen als größte Ratsfraktion in Aachen damit quasi allein auf weiter Flur: Beide Projekte seien längst weit gediehen, da ergebe es wenig Sinn, zunächst eine Evaluation über die Auswirkungen des Bewohnerparkens (das die große Achse Richtung Schanz im Übrigen einschließt) abzuwarten, meinten sie.

Inzwischen kristallisiere sich durchaus eine Variante zur Verbesserung des Radverkehrs auf der Lütticher Straße heraus, die auch den Anwohnern sehr wohl zusage. Es bestehe also keine Veranlassung, das Verfahren womöglich weiter in die Länge zu ziehen. Und bezüglich des Bewohnerparkens seien die bislang gewonnenen Erkenntnisse auf der Basis jüngster Zählungen der Verwaltung ebenso „absolut ausreichend“, auch dieses Projekt zügig auf den Weg zu bringen, so Grünen-Ratsherr Kaj Neumann.

CDU, Linke, FDP und AfD schlossen sich indes der Argumentation der Sozialdemokraten an. Denn nach wie vor sei in Sachen Lütticher Straße „der Drops noch nicht gelutscht“, wie SPD-Fraktionssprecher Jan van den Hurk es formulierte. Da sei es durchaus naheliegend, zunächst zu prüfen, welche Wirkung das neue Parksystem im Umfeld entfalte. Zumal sich daraus eventuell weitere Rückschlüsse im Hinblick auf die Ausgestaltung von Radwegen und Parkflächen auf der Hauptverkehrsstraße gewinnen ließen. Das unterstrich auch CDU-Ratsfrau Gaby Breuer.

So wurde die Verwaltung beauftragt, die Planung zur Einrichtung der Bewohnerparkzone „U“ sowie zur Erweiterung der dann unmittelbar benachbarten Zonen „J1“ und „W“ vorrangig abzuschließen.

Voraussichtlich im April oder im Mai soll dazu eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger angeboten werden.