Städteregion: Vennbahntrasse: Aufstieg in Erste Klasse möglich

Städteregion: Vennbahntrasse: Aufstieg in Erste Klasse möglich

Die Vennbahntrasse spielt eindeutig in der Bundesliga des Radtourismus, lautet das Fazit, das der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) nach der Begutachtung im Rahmen seiner Herbsttagung gezogen hat.

24 Mitglieder des ADFC haben auf Tourenrädern, E-Bikes und Rennrädern auch exemplarische Zubringerrouten zu der Trasse unter die Lupe, oder besser unter die Reifen genommen und auf Einladung der Städteregion vom Stolberger Hotel „Zum Walde“ aus in die Pedale getreten.

Breite und Befahrbarkeit der Wege, Oberflächenbelag, Wegweisung und Routenführung sowie Sicherheit und touristische Anbindung waren unter anderem Kriterien zur Bewertung. „Dabei haben sich noch einige Verbesserungsmöglichkeiten, aber eben auch das Potenzial der Zubringerwege gezeigt. Diese sind derzeit eher nur Zweite Liga, aber der Aufstieg in die Erste Klasse ist durchaus möglich“, resümierte Dr. Wolfgang Richter von der Bundesgeschäftsstelle des ADFC.

Die Beschilderung der Radwege etwa könne noch optimiert werden, ebenso wie die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, erläuterte Thomas Froitzheim vom Fachausschuss Tourismus des Fahrrad-Clubs bei der ersten Präsentation der Ergebnisse der Befahrung vor Städteregionsrat Helmut Etschenberg, dem Kupferstädter Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Tourismusbeauftragten der Region wie Sandra de Taeye (Tourismusagentur Ostbelgien).

Ausbaupotenzial

Auch wenn Routenführung und Sicherheit punktuell verbesserungswürdig seien, durch ihre Sehenswürdigkeiten und bereits vorhandene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten seien die Zubringerrouten attraktiv und könnten gut zur touristischen Nutzung ausgebaut werden.

Die positive Quintessenz des ADFC sagte dem Städteregionsrat zu, der ein durchaus hehres Ziel betonte: „Unser übergeordneter Anspruch ist, zur Naturerlebnis-Region Nummer 1 in Westeuropa zu werden“, sagte Helmut Etschenberg.

Die nächsten Schritte

Mit dem Eifelsteig für Wanderer und der Vennbahntrasse für Radfahrer sei man auf einem guten Weg. „Nun werden wir gemeinsam mit unseren belgischen Freunden die nächsten Schritte gehen und uns darum kümmern, wie man mit dem Rad von den Ortskernen aus auf die Vennbahntrasse gelangt.“ Die Anregungen und Handlungsempfehlungen der externen Fachleute, die der ADFC noch in einem detaillierten Bericht konkretisieren wird, seien eine große Hilfe. Städteregionsrat Etschenberg wünschte sich, weiterhin im Dialog mit dem Fahrrad-Club zu bleiben.