Hückelhoven: Unruhe am Gymnasium in Hückelhoven

Hückelhoven: Unruhe am Gymnasium in Hückelhoven

Am Gymnasium Hückelhoven herrscht trotz der bevorstehenden Osterferien große Unruhe.

Grund: Die dort seit dem Weggang von Schulleiter Walter Woltery im September 2010 kommissarische Schulleiterin tätige Radegunde Sanders-Edel hat vor dem Verwaltungsgericht Aachen Klage gegen die Ernennung von Arnold Krekelberg zum neuen Schulleiter eingereicht.

Das Gericht wird im Eilverfahren möglicherweise noch in dieser Woche über die Klage von Sanders-Edel entscheiden. Sollte die Klage gegen die Berufung von Arnold Krekelberg zum neuen Schulleiter abgewiesen werden, steht Sanders-Edel der Gang zum Oberverwaltungsgericht in Münster offen.

Zum Hintergrund: Die Schulkonferenz am Hückelhovener Gymnasium endete Ende Dezember mit einem Paukenschlag: In einer geheimen Abstimmung entschieden sich je sechs Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter sowie Schuldezernent Helmut Holländer als Vertreter der Stadt nicht für die kommissarische Schulleiterin Radegunde Sanders-Edel, sondern für den Mitbewerber Arnold Krekelberg.

Der hatte seine Bewerbung vor dem Verwaltungsgericht Aachen und vor dem Oberverwaltungsgericht Münster durchgesetzt. „Wir werden von Seiten der Verwaltung dem Schulausschuss am 25. Januar empfehlen, das Votum der Schulkonferenz zu akzeptieren”, erklärte Holländer damals.

Das hat der Schulausschuss in nicht öffentlicher Sitzung dann getan; die Bezirksregierung wird deshalb Arnold Krekelberg zum neuen Leiter des Gymnasiums Hückelhoven ernennen. Krekelberg arbeitet zurzeit noch an der Gesamtschule in Langerwehe als Abteilungsleiter der Oberstufe und wohnt in Waldfeucht-Bocket.

„Konkurrentenklage” ist im Beamtenrecht der Fachbegriff, auf dem das Vorgehen von Sanders-Edel gegen die Bezirksregierung fußt. „Die Rechtslage ist, wie sie ist. Schön ist das Ganze nicht”, sagt Hückelhovens Schuldezernent Helmut Holländer.