Selfkant: Unfallfahrer hatte einiges zu verbergen

Selfkant: Unfallfahrer hatte einiges zu verbergen

Bei einem Auffahrunfall am Sonntag im Selfkant sind eine Frau schwer und ein Junge leicht verletzt worden. Doch das war noch nicht alles: Als Polizeibeamte den Fall aufnehmen wollten, kam bei dem Unfallverursacher eine ganze Kette an Vergehen ans Licht.

Der Unfall ereignete sich auf dem Haverter Weg. Ein 64-jähriger Autofahrer, aus dem niederländischen Echt stammend, fuhr mit seinem Auto vom Kreisverkehr kommend in Richtung Schalbruch. Neben ihm saß seine 62-jährige Ehefrau. An der Fahrbahnverengung am Ortseingang hielt er an, um den Gegenverkehr durchzulassen.

Plötzlich knallte es: Ein Audi, gesteuert von einem 48-jährigen Mann aus dem Selfkant, war auf das Heck des wartenden Pkw aufgefahren. Durch den Zusammenstoß wurde die Beifahrerin des Niederländers so schwer verletzt, dass sie im Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste, wo sie stationär aufgenommen wurde. Auch der 15-jährige, ebenfalls aus dem Selfkant stammende Beifahrer des Audi-Fahrers, verletzte sich bei dem Unfall leicht. Er suchte selbstständig einen Arzt auf, um sich ambulant behandeln zu lassen.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten dann fest, dass der 48-jährige Unfallverursacher nicht nur keine gültige Fahrerlaubnis hatte. Zudem waren die am Fahrzeug angebrachten Nummernschilder entstempelt und gehörten zu einem anderen Wagen.

Mehr noch: Der Fahrer, der ebenfalls aus dem Selfkant stammte, stand offensichtlich unter Alkoholeinwirkung. Ihm wurde ihm auf der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen. Auf ihn kommt jetzt einiger Ärger zu.

(red/pol)
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