Kreis Heinsberg: UB-UWG entwickelt Visionen für die Zeit nach Awacs

Kreis Heinsberg: UB-UWG entwickelt Visionen für die Zeit nach Awacs

Die UB-UWG Fraktion im Heinsberger Kreistag absolviert mehrmals im Jahr im Rahmen von Fraktionssitzungen sogenannte fachpolitische Bereisungen, um sich ein Bild von Einrichtungen zu verschaffen, die das Bild des Kreises prägen.

Dazu gehören neben Industrie-, Gewerbe-, Kulturbetrieben auch Einrichtungen wie der Nato-E-3A-Verband, sprich der Awacs-Stützpunkt in Geilenkirchen-Teveren.

Die Fraktion hatte neben ihren Mitgliedern und sachkundigen Bürgern auch Interessierte aus den Kommunalparlamenten der Städteregion Aachen eingeladen. So nahmen auch Kommunalpolitiker wie der Aachener Stadtrat Hans-Dieter Schaffrath an der Besichtigung in Teveren teil.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen der etwa 30-köpfigen Gruppe ging es zum Vortrag über den Nato-Standort durch den Kommandeur des Verbandes, Brigadegeneral Burkhard Pototzky. Pototzky referierte auf eindrucksvolle Weise nicht nur über die Aufgaben des Verbandes, sondern auch über die wirtschaftlichen Aspekte des Standortes in der Region. Nach Ansicht der UB-UWG waren da eindrucksvolle Zahlen zu hören, die auch den enormen Wirtschaftsfaktor des Standortes in der Region belegten, wie Fraktionsvorsitzender Walter Leo Schreinemacher feststellte. Neben dem auf dem Standort direkt beschäftigten Zivilpersonal habe der Nato-Verband zudem auch noch indirekt eine große Zahl von Arbeitsplätzen in den umliegenden Kommunen geschaffen.

Walter Leo Schreinemacher sprach den Fortbestand des Standortes auch nach der in 20 bis 30 Jahren zu erwartenden Ausmusterung des Awacs-Systems an. Die UB-UWG plädierte dafür, frühzeitig weitere Verwendungen für den Stützpunkt Teveren ins Auge zu fassen, wie zum Beispiel als Standort für Hochschulstudiengänge im Bereich der Verteidigungstechnik als Ingenieurstudiengang oder als humanitärer Studiengang im Bereich der Völkerverständigung. Dies seien Visionen, so Schreinemacher.

Anschließend ging es weiter zur Besichtigung eines Awacs-Flugzeugs. Die Veranstaltung endete mit dem Fototermin vor einer einsatzbereiten Maschine des Verbandes.

Ein Dankeschön der UB-UWG galt den engagierten Mitarbeitern des Verbandes, die diese Besichtigung ermöglicht hatten.

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