Wegberg: TuS und HSV fordern neue Dreifachturnhalle für Wegberg

Wegberg: TuS und HSV fordern neue Dreifachturnhalle für Wegberg

Reichlich eng ist es im Ratssaal auf der letzten Sitzung des Stadtrates geworden. Der TuS Wegberg und der Handballverein HSV waren nämlich mit rund 200 Mitgliedern gekommen, um ihrer Forderung nach einer Dreifachturnhalle den benötigten Nachdruck zu verleihen.

Bürgermeister Reinhold Pillich reagierte auf den manifestierten Bürgerwillen und unterbrach die Ratssitzung. Und so fanden die beiden Vorsitzenden Manfred Sziedat (TuS) und Siegfried Wagner (HSV) Gelegenheit, in der Sitzungsunterbrechung ihren Antrag auf die Errichtung einer weiteren Dreifachturnhalle zu begründen. Wagner hob hervor, dass einigen Mannschaften des HSV gerade einmal eine halbe Sunde an Trainingszeit pro Woche bleibe. Die sei gerade mit Blick auf die Jugend unhaltbar.

„Wir wollen die Kinder nicht verwalten, sondern dem Sport nachgehen”, erklärte er. Allein der HSV weise mit seinen 16 Mannschaften rund 140 Heimspiele pro Jahr auf, die in Wegberg abgehalten werden müssten. Rückläufige Schülerzahlen seien kein Argument für die Planung der als zu klein empfundenen Halle, die im Schul- und Sportzentrum als Ersatz für die Halle am Begegnungszentrum (BGZ) gebaut werden soll. Die Stadt werbe um junge Familien, die sich ansiedeln sollen, verfüge aber nicht über eine familiengerechte Infrastruktur. Der Keller der geplanten Halle, in dem die Vereine des BGZ untergebracht werden sollen, sei zu teuer und eine Fehlplanung.

Dies erklärte auch Sziedat. In seinem Verein, dem TuS, betreiben knapp 500 Kinder und über 260 Jugendliche regelmäßig Sport. Das Angebot des TuS umfasst auch Senioren- und Herzsport sowie Mutter-Kind-Gruppen. Eine Badmintongruppe des Vereins konnte sich in der Kreisklasse nicht für den Ligabetrieb melden, weil keine Halle zur Verfügung steht. „Nehmen Sie die Vereine bei der Planung mit ins Boot”, erklärte er an Pillichs Adresse und forderte einen runden Tisch.

Pillich erklärte, die Vereine „laufen weit geöffnete Scheunentore ein”. Der Sport habe einen festen Platz in der Stadt, weshalb dem Dialog zwischen Stadt und Vereinen nichts im Wege stehe. Die weitestgehend gleichlautenden Anträge der Vereine wurden an den Fachausschuss zur Beratung weitergereicht.

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