Kreis Heinsberg: Turnierserie: „Beim Streetsoccer sind alle gleich”

Kreis Heinsberg: Turnierserie: „Beim Streetsoccer sind alle gleich”

Unter dem Motto „Respekt - beim Streetsoccer sind alle gleich” fand in Hückelhoven die Auftaktveranstaltung des Drei-Städte-Fußballturniers mit zehn Mannschaften und etwa 100 Jugendlichen aus den offenen evangelischen Jugendeinrichtungen des evangelischen Kirchenkreises Jülich statt.

Dabei spielten auch Jugendliche mit Migrationshintergrund aus etwa zehn verschiedenen Nationen mit.

Unterschiedliche Religionszugehörigkeiten oder andere lebensbiografische Prägungen waren dabei aber gar kein Thema, denn die Fairness stand immer im Vordergrund, egal ob Christ oder Muslim.

Auch den Schiedsrichtern, die immer wieder sehr gerne bei den Streetsoccerspielen pfeifen, fiel überhaupt nicht auf, dass sich die Teilnehmer untereinander abgrenzten. Im Gegenteil: Es wurde sehr fair gespielt und sehr fair miteinander umgegangen, Gewaltübergriffe gab es nicht. „Die Fußballer gingen respektvoller miteinander um als die Profis”, so einer der beiden Schiedsrichter. Auch die beiden Rettungssanitäter von den Maltesern waren so gut wie arbeitslos und konnten von der Zuschauertribühne die spannenden Spiele der bis zu 21 Jahre alten jungen Menschen mitverfolgen.

Beim „Kondom-Führerschein”, den die Teilnehmer bei Renate ­Kaspar vom Aids-Beratungs- und Hilfsdienst der Arbeiterwohlfahrt in einem separaten Raum der Sporthalle über einen Wissenstest erwerben konnte, spielten kulturelle Prägungen verschiedener Nationen keinerlei Rolle. „Entweder man kann mit dem Ding umgehen oder nicht”, so ein Teilnehmer des Streetsoccerevents.

Insgesamt 20 Helfer, haupt- und ehrenamtliche, versorgten die Spieler unter anderem mit 250 belegten Mehrkornbrötchen, 180 Flaschen Wasser, fünf Kisten mit Äpfeln und 160 Müsliriegeln.

Die nächsten Turniere im Rahmen dieser Serie sind am 27. Oktober in Übach-Palenberg (Sporthalle am Gymnasium in Übach) und am 17. November in Geilenkirchen (Sporthalle am Hallenbad in Bauchem) geplant und beginnen jeweils um 11 Uhr.

Das Evangelische Jugendreferat des Kirchenkreises hat als Veranstalter mit den Jugendreferenten Tobias Storms, Nadine Gärtner, Manfred Wellens und Thomas Meuter sowie dem Streetworker Markus Bassauer ein hervorragendes Organisationsteam, das diese Fußballturniere schon seit mehreren Jahren im Netzwerk verschiedener Jugendeinrichtungen erfolgreich realisiert.

Aber besonders sind alle jetzt schon gespannt, nicht nur darauf, wer am letzten Turniertag die ersten drei Plätze belegt, sondern vor allen Dingen auch darauf, wer den Fairnesspokal gewinnt - den -größten aller Veranstaltungstrophäen und den damit wichtigsten Preis.

Mehr von Aachener Zeitung