Kreis Heinsberg: „Tröstebären” im Rettungsdienst

Kreis Heinsberg: „Tröstebären” im Rettungsdienst

Insgesamt 1200 „Tröstebären”, die Kinderpatienten im Unglücksfall trösten sollen, wurden am Donnerstag in der Leitstelle des Kreises Heinsberg in Erkelenz an Landrat Stephan Pusch übergeben.

Im Namen des Kreises Heinsberg als Träger des Rettungsdienstes bedankte sich der Landrat bei den Vertretern der ehemaligen Belegschaft des Bereichs Energie der West Energie und Verkehr, die diese Spende möglich gemacht hatten.

Nachdem die Energiesparte der West an die NVV verpachtet worden war, wurde die Belegschaftskasse aufgelöst und der Beschluss gefasst, das Geld einem guten Zweck zuzuführen. Das Geld sollte in der Region bleiben und Kindern zugutekommen, war die Absicht der Belegschaft. Auf Erfahrungen in anderen Städten aufbauend, wurde die Aktion „Tröstebär” ins Leben gerufen.

Verunglückt ein Kind so schwer, dass es mit dem Rettungswagen abgeholt werden muss, sitzt der Schock tief. Dann müssen die Kleinen auch noch Untersuchungen in einem fremden Umfeld durch fremde Personen über sich ergehen lassen. Wer könnte da besser Trost spenden als ein kleiner Teddybär. Durch den Teddy werden die Kinder von der Untersuchung abgelenkt; die Rettungskräfte haben es bei ihrer Arbeit mit dem kleinen Patienten einfacher.

Erfahrungen in anderen Kommunen, wo solche „Tröstebären” zum Einsatz kommen, sind durchweg positiv. Die Kinder dürfen den „Tröstebären” natürlich auch nach dem Rettungseinsatz und einem eventuellen Krankenhausaufenthalt behalten.

Die Rettungswachen sowie alle weiteren Standorte von Rettungswagen im Kreis Heinsberg werden jetzt mit Tröstebären versorgt. Landrat Stephan Pusch bescheinigte den Spendern bei der Übergabe am Donnerstag, ein Herz für Kinder zu haben und begrüßte diese kindgerechte Aktion.

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