Hückelhoven: „Traumland” soll an Schacht3 neu entstehen

Hückelhoven: „Traumland” soll an Schacht3 neu entstehen

Das städtische Familienzentrum „Traumland” wird eine neue Heimat bekommen. Über erste Planungsansätze und die Finanzierung berichtete die Verwaltung dem Jugendhilfeausschuss.

Geplant war zuerst ein Umbau des Gebäudes an der Ludovicistraße, das aus dem Jahr 1958 stammt, um insgesamt 22 weitere Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Dabei wurde jedoch schnell klar, dass ein Umbau wiederum nur eine „Behelfslösung” schaffen würde, deren finanzieller Aufwand darüber hinaus auch noch „enorm” wäre.

„Das wäre kein guter Wurf”, erklärte der Kämmerer Helmut Holländer. Das vielfältige Angebot könne nur durch fortwährende Improvisation aufrecht erhalten werden. Deshalb hatte die Verwaltung bereits bei der Kostenkalkulation einen Plan B erstellt, der einen Neubau des „Traumlandes” vorsieht. Nun sei zu prüfen, ob die Sanierungsmittel seitens des Landes, wenn sie bewilligt werden, auch für einen Neubau verwendet werden können.

Nun müsse abgewartet werden, ob die Landesregierung ihren Haushalt unter Dach und Fach bekommt. Wenn dies gelingt und der Landschaftsverband die entsprechenden Mittel erhält, könnte mit dem Neubau begonnen werden. Die geplanten Kosten belaufen sich auf rund 2440000 Euro für den Bau und weitere 100000 Euro für die Einrichtung.

Schon ganz konkrete Züge

Im Gegensatz zur Finanzierung nehmen der Standort und die erste Planung schon konkrete Züge an. Entstehen soll der Bau auf dem ehemaligen Parkplatzgelände der Zeche am Schacht 3.

Dass das Gelände schon vorhanden ist, macht das Bauvorhaben preiswerter. Allerdings hat das rund 6000 Quadratmeter große Grundstück geologische Mängel, wie Holländer betonte. Denn es liegt auf dem Rurrandsprung, der eine Sollbruchstelle zwischen zwei Bodenplatten darstellt. Hebungen des Bodens sind an dieser Stelle möglich, was auf die Stollen unter der Stadt zurück zu führen ist, die immer noch mit Wasservolllaufen.

Der Bau ist jedoch weit genug von der Bruchstelle geplant. Darüber hinaus wird nur eingeschossig geplant. Wenn es seitens der Landesregierung eine konkrete Zusage gibt, kann mit der Planung begonnen werden.

Baubeginn wäre dann im Laufe des kommenden Jahres. Bezugsfertig wäre das neue „Traumland” dann zum Beginn des Kindergartenjahres 2013/2014.

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