Kreis Heinsberg: Tischleroberstufe: „Alt trifft Neu“ lautet diesmal die Devise

Kreis Heinsberg: Tischleroberstufe: „Alt trifft Neu“ lautet diesmal die Devise

Einmal im Jahr haben die Auszubildenden der Tischler-Oberstufe am Berufskolleg Ernährung-Sozialwesen-Technik des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen die Möglichkeit, in Vorbereitung auf die Gesellenprüfung ihre erlernten Kenntnisse in die Praxis umzusetzen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Projekt mit dem Namen „Mini-Gesellenstück“ wurde bereits in den vergangenen Jahren bei den Abschlussklassen erfolgreich umgesetzt. So erhielt auch in diesem Jahr jeder Schüler die Gelegenheit, mit begrenztem Zeit- und Materialaufwand ein Möbelstück von der Planung über die Herstellung bis zur Kontrolle und Bewertung selbstständig zu realisieren. Dabei galt es verschiedene Vorgaben einzuhalten. So musste das Möbelstück zum Beispiel mindestens ein bewegliches Teil enthalten, nicht mehr als 50 Prozent der sichtbaren Fläche durfte deckend lackiert werden.

Maximilian Wagner erklärte seinem Lehrer Christian Krause die Intention seines Mini-Gesellenstücks.

Bei diesem Projekt sammeln die Auszubildenden vielfältige Erfahrungen, die einerseits im Bereich der Gestaltung und Konstruktion, andererseits im Aspekt der Realisierbarkeit liegen. Das gegenseitige „Genehmigen und Bewerten“ der Entwürfe und Zeichnungen sowie die Arbeitsplanung schaffen die Voraussetzung für eine weitere flexible Gestaltung späterer Arbeitsprozesse.

Die 20 teilnehmenden Schüler stellen derzeit ihre unter dem Motto „Alt trifft Neu“ in den Betrieben gefertigten Mini-Gesellenstücke im Forum des Berufskollegs aus. Andreas Rode, Klassenlehrer, Bildungskoordinator Tischler und Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, ging bei der Vorstellung auf einige markante Mini-Gesellenstücke ein. Dabei hätten sich die „neuen Wilden“ bei der Namensfindung für ihre Stücke besonders erfinderisch gezeigt. Der „Kalltisch“ beispielsweise sei nicht nach dem Eifelort benannt, sonders sei vielmehr die Kurzform seines Erfinders Pascal „Kall“ Steins. Marvin Heinze habe den Ausdruck „Sidemode“ erfunden, der aus einer Wortkreation von Sideboard und Kommode hervorgehe.

Das „Longboard“ oder der „Statikbalken“ verrieten aber ihre Herkunft sehr direkt. „Aber was verbirgt sich hinter Ahornwunder?“ So fragte Rode. Auch wenn nicht jede Namensgebung nachvollzogen werden könne, seien doch vielverheißende Möbelstücke entstanden. Dieser Meinung schlossen sich auch der Obermeister der Tischler-Innung, Hermann-Josef Claßen, und der stellvertretende Schulleiter des Berufskollegs, Henning Gerlach, sowie die betreuenden Lehrer Thorsten Bohm, Christian Krause und Julia Looser an.

Die Mini-Gesellenstücke können während der Schulzeiten noch bis zum kommenden Freitag, 14. November, sowie zusätzlich am Mittwoch, 12. November, von 18 bis 20 Uhr im Forum besichtigt werden.

(gs)
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