Heinsberg-Oberbruch: Tila fragt nicht nach guten Noten

Heinsberg-Oberbruch: Tila fragt nicht nach guten Noten

„Schulhund Tila” steht auf dem Halsband der Bordeaux-Dogge von Frauchen Sina Blum. Sina Blum ist Referendarin an der Realschule Oberbruch und hat im Rahmen ihrer Staatsarbeit ein Konzept für den Schulhund entwickelt, das sie sehr erfolgreich in den Klassen der Realschule umsetzt.

Schulleiter Albert Zaunbrecher: „Alle Kinder sind tierlieb und übernehmen schnell Verantwortung für den Hund und damit auch für sich und ihre Klassenkameraden. Die Anwesenheit des Hundes während des Unterrichts stärkt die Eigenverantwortung der Kinder und erhöht ihre Aufmerksamkeit deutlich.”

Der Schulhund wurde bisher vor allem in Förderschulen eingesetzt, aber auch in der Regelschule sind die positiven Auswirkungen zu erkennen. Edith Jung ist Klassenlehrerin der 6b der Oberbrucher Realschule und sie hat festgestellt, dass, selbst wenn Tila nur unter einer Schulbank döst, sie doch Einfluss auf das Verhalten der Schülerinnen und Schüler nimmt. „So leise sind die Kinder sonst nie”, sagt sie ganz zufrieden.

Sina Blum kommt immer freitags mit ihrer Hündin in die Schule und geht dann mit Tila in den regulären Unterricht. Eigentlich passiert dabei nicht viel, Blum setzt sich in die hintere Bank und Tila tut, was Hunde halt so tun, rumdösen oder mal ein bisschen durch die Bankreihen bummeln, sich streicheln lassen und sehn, wer denn wohl das leckerste Pausenbrot dabei hat. Eine Regel für den Unterricht mit Hund lautet daher: „Alle Schultaschen zu halten.”

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