Hückelhoven: Tiefe Einblicke in Kultur und auf Land und Leute

Hückelhoven: Tiefe Einblicke in Kultur und auf Land und Leute

„Das Essen in den Familien unterscheidet sich doch sehr von den Spezialitäten Zuhause. In der Schule sind wir sehr willkommen und waren überrascht, dass es neben der reinen Schule eine Bücherei sowie eine Aula fürs Theater gibt.

Hier bietet sich eine gute Möglichkeit Englisch praktisch zu üben und gleichzeitig durch die Sprache Grenzen zu sprengen”, so einige der Aussagen der Schüler und Lehrer aus Italien, den Niederlanden, Rumänien und der Türkei. Im Rahmen des Comenius-Projektes am Gymnasium Hückelhoven schilderten die Gastschüler ihre bisherigen Eindrücke aus Deutschland.

Das sozialwissenschaftliche Thema „Ein- und Auswanderung” stand für die 22 Gastschüler, die zwischen14 und 18 Jahre alt sind, auf der Agenda. Gemeinsam mit den drei verantwortlichen Lehrern Marcel Keuter, Wolfgang Roth und Thomas Rubel kam es seit Montag zu einem multikulturellen Austausch, bei dem zum ersten Mal auch eine türkische Delegation aus Vezirköprü aus der Nähe von Samsun am Schwarzen Meer in die ehemalige Zechenstadt gekommen war.

Zum zweiten Mal beteiligt sich das Hückelhovener Gymnasium am Comenius-Projekt und zeigte sich für die Auftaktveranstaltung verantwortlich, bevor im Mai 2014 im niederländischen Culemborg bei Utrecht der Schlussakkord angesetzt ist.

Englisch-Lehrer Wolfgang Roth offenbarte seine Begeisterung vom bisherigen Verlauf: „Ich bin beeindruckt, dass wir sehr viel haben nutzbar machen können.” So wurde die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn besucht, um den ausländischen Gästen im Haus der Geschichte einen lebendigen Eindruck deutscher Nachkriegsgeschichte zu vermitteln. Besonders hob Roth hervor, dass sich ein wichtiger Baustein des Projekts mit politischer Diskussion befasste.

In englischer Sprache debattierten die Schüler zum Thema: „Europa - eine Festung oder eine offene Tür?” Einen hautnahen Eindruck zum Projektgegenstand „Ein- und Auswanderung” erhalten die Schüler beim Ausflug nach Duisburg-Marxloh.

Neben dem Besuch der DITIB-Merkez-Moschee, der größten Moschee in Deutschland, wird im Landschaftspark Duisburg-Nord ein echter Einblick in deutsche Industriekultur gegeben. Auf dem rund 180 Hektar großen Areal steht ein stillgelegtes Hüttenwerk im Blickpunkt, in dessen Industrieanlagen heute Kulturveranstaltungen stattfinden.

Wolfgang Roth ist stolz auf das bisher Geleistete und dankte allen Beteiligten, die dieses Projekt bisher so erfolgreich gestaltet haben. Mit einer großen Feier endet am Freitag die Auftaktveranstaltung zum Comenius-Projekt in Hückelhoven. Im April 2013 geht es für die Schüler des Hückelhovener Gymnasiums nach Palermo, um im Rahmen der europäischen Kooperation ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen.