Kreis Heinsberg: Thomas Virnichs Kunst aus einer Fantasiewelt

Kreis Heinsberg: Thomas Virnichs Kunst aus einer Fantasiewelt

Beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch (Horster Hof) gibt es am kommenden Sonntag, 23. August, gleich dreifachen Grund zur Freude: Eine neue Ausstellung — „Schalk im ­Kasten“ mit Skulpturen von Thomas Virnich — wird eröffnet. Das Sommerfest wird gefeiert. Und zugleich wird das 30-jährige Bestehen des Vereins begangen.

Thomas Virnich, der in Mönchengladbach lebt und arbeitet, wurde 1957 in Eschweiler geboren. Von 1978 bis 1981 studierte er an der RWTH Aachen bei Professor Joachim Bandau und von 1981 bis 1985 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Alfonso Hüppi und Eugen Gomringer. Seit 1992 hat er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Skulpturen von Thomas Virnich zeigt der Kunstverein Region Heinsberg ab kommenden Sonntag.

Virnichs Kunst ist in einer überbordenden Fantasiewelt zu Hause. Von Anfang an ist seine Arbeitsweise im Wesentlichen von einem prozesshaften Vorgehen geprägt. Vorgefertigtes, aufgefundenes Material führt zu unterschiedlichen, oft unkalkulierten Resultaten. Der Findungsprozess ist einerseits durch Zufälligkeit geprägt, ein Prozess, der das Ergebnis zunächst offenlässt, dann aber in bewusst eingesetztem Gestaltungswillen vollendet wird. Der bildnerische Vorgang ist ein Wechselspiel von verwendeten Fund­stücken und deren Ausdeutung, von Zerstörungen und daraus neu entwickelter Einheit zu einem ­eigenständigen, skulpturalen Objekt.

Thomas Virnich hat für den Kunstverein eine Sonderedition gestaltet. Die kleinen Figuren sind 20 Unikate aus Ton. Zur Eröffnung der Ausstellung am kommenden Sonntag wird der Künstler anwesend sein. Zur Einführung spricht dann Norbert Schmalen. Die Ausstellung läuft bis zum 13. September. Die Öffnungszeiten sind jeweils sonntags von 11 bis 17 Uhr und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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