Hückelhoven: Tenöre betören: „Veronika, der Lenz ist da”

Hückelhoven: Tenöre betören: „Veronika, der Lenz ist da”

Zwei Stunden totale Begeisterung in einen Zeitungsartikel zu bringen ist so unmöglich, wie ein Spitzen-Menü nur aus dem Kochbuch zu erleben. Jedenfalls war der Enthusiasmus in der ausverkauften Aula des Gymnasiums schier grenzenlos, als die 12 Tenöre ein Konzert ablieferten, das für die Freunde dieser Unterhaltung keine Wünsche offen ließ.

Die zwölf Sänger mit den hohen Männerstimmen kommen aus vieler Herren Länder rund um den Globus (auch drei Deutsche sind dabei), womit das Wort Globalisierung eine zusätzliche Bedeutung erhält. Alle haben eine klassische Gesangsausbildung und in vielen internationalen Produktionen mitgewirkt.

Einer war sogar als Backgroundsänger mit Elton John auf der Bühne. Aber die Zwölf können nicht nur singen, sie beherrschen auch ihr Handwerk als Tänzer und Comedians und strahlen außerdem eine unbändige Freude am Singen und Spielen aus. Eine große Rolle spielt bei ihnen der Humor, sei er nun vorder- oder hintergründig. Und alles überträgt sich aufs Publikum quer durch die Altersstufen, das sich von der auf der Bühne erzeugten Energie vom ersten Ton an mitreißen lässt. Wenn Musik und Show die Gelegenheit bieten, wird mitgeklatscht und auch rhythmisch mit den Füßen gestampft.

Breiter Querschnitt

Das Programm bietet einen breiten Querschnitt durch viele Genres der Musik: Da kommt die Opern- und Operetten-Arie ebenso vor wie Songs der Beatles oder Beach Boys, Pop und Rock erklingen neben alten Schlagern, italienische und russische Volksmusik ist genau so zu hören wie ein Lied der Comedian Harmonists, der Titelsong aus einem James Bond-Film oder ein Lied aus der West Side Story.

Jedenfalls waren die Veranstalter dieses Abends im Rahmen von „Hückelhoven macht Kultur” zufrieden - und die mehr als 700 Zuhörer und Zuschauer auch. Sehr sogar.