Jülich: „Startklar” geht in die zweite Runde

Jülich: „Startklar” geht in die zweite Runde

Jugendliche aus sieben Hauptschulen im Dürener Kreisgebiet werden im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Startklar!” optimal auf den Übergang ins Erwerbsleben vorbereitet.

In der Modellregion Düren wird „Startklar!” in einer Kooperation zwischen Schulamt, Handwerksammer und Sozialwerk Dürener Christen sowie den sieben Gemeinschaftshauptschulen St. Josef, Birkesdorf, Gürzenich, Ruraue Jülich, Nörvenich, Vettweiß und Linnich umgesetzt.

Die Handwerkskammer Aachen und das Sozialwerk Dürener Christen stellen ihre Bildungszentren im Kreis bereit, um den Schülern Einblicke in Berufsfelder von Friseur, Maler und Lackierer, Metallbau, Tischlerei, Gartenbau und Bürokaufleute zu geben.

Hauptschüler erfahren viel Wissenswertes

61 Achtklässler der GHS Ruraue starteten im Dezember ins Projekt. Gleichzeitig ging es für 29 Schüler der 9. Klassen in die zweite Runde. Gemeinsam mit anderen Schulen nahmen sie am zweiten Modul des Projekts teil. Dazu schildern einzelne Schüler ihre Eindrücke.

„Ich heiße Marcel und besuche die 9. Klasse der GHS Ruraue Jülich. In der Zeit vom 13. bis 17. Dezember nahm ich im BGE Düren am Startklar!-Projekt teil. Zuvor hatte ich mich schriftlich um die Teilnahme beworben und wurde aufgrund meiner guten Leistungen in der Schule sowie während der Teilnahme am ersten Startklar!-Modul im 8. Schuljahr angenommen. In den fünf Tagen erfuhr ich im Bereich „Sanitär und Heizung” viel Wissenswertes über Wärme-, Energiespar- und Solaranlagen. Wir stellten eine Solaranlage fertig und erhielten auch theoretischen Unterricht.”

Anders als in der Schule

Auch Ronja wurde aufgrund ihrer Bewerbung und ihrer Leistungen für das Projekt ausgewählt. „Wir konnten zwischen verschiedenen Berufsbildern auswählen. Ich entschied mich für das Berufsfeld Tischler/Maler im Gewerk des Sozialwerks Dürener Christen. Wir stellten in dieser Woche in der Lehrwerkstatt ein Vogelhaus her, um dabei die Möglichkeiten der Holzbearbeitung kennen zu lernen. Wir lernten dazu noch weitere Techniken aus dem Malerbereich kennen, vertieften unsere Mathematik-Kenntnisse und führten ein Bewerbungstraining durch.”

Chantal, ebenfalls erfolgreiche Bewerberin um einen Platz im 2. Startklar-Modul, erlebte die Projektwoche als „sehr lehrreich, interessant und ganz anders als die Projektwoche im 8. Schuljahr. Mit den Schülern und Schülerinnen der anderen Schulen sprachen wir zunächst kaum, doch während der Teamarbeit konnten wir uns näher kommen und trotz der kurzen Zeit entwickelten sich Freundschaften.”

Die Schülerin lernte, dass es Spaß machen kann, mit Fremden gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und sich zu vergleichen. Für sie war es eine gute Erfahrung, denn sie war sich bewusst, dass man immer wieder in der Schule, im Beruf oder im Privatleben auf fremde Menschen trifft. Das Projekt bot für sie Einblicke in unterschiedliche Berufe und half ihr, Stärken und Schwächen zu erkennen und daran zu arbeiten. Für die Schülerin ist klar: „Ich würde jeder Schülerin empfehlen, die Chance zur Teilnahme am Projekt zu nutzen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil des Moduls im kommenden Halbjahr.”