Wassenberg: Stadt und Stadtsportverband mit Pläydoyer für Vereinsarbeit

Wassenberg: Stadt und Stadtsportverband mit Pläydoyer für Vereinsarbeit

Ein Bündnis für den Sport haben am Dienstag Bürgermeister Manfred Winkens für die Stadt und Hans-Jürgen Seffner für den Stadtsportverband (SSV) Wassenberg unterzeichnet.

„Die Vereinbarung soll das verfestigen, was bereits an erfolgreicher Zusammenarbeit besteht”, erklärte SSV-Vorsitzender Seffner. Wassenberg ist nach Hückelhoven die zweite Kommune im Kreis, die einen solchen Pakt schließt. Weitere wollen folgen.

Fokus auf Jugendliche

„Mehr Menschen als bisher sollen im Sinne einer aktiven Bewegungskultur für die Teilnahme am Sport gewonnen werden”, heißt es in der acht Seiten umfassenden Vereinbarung. Ein Ziel, dem Verwaltungschef Winkens voll und ganz zustimmt. Die Stadt sieht er hierbei ebenso in der Pflicht wie die Vereine. So sollen - solange es die Haushaltslage erlaubt - die Sportstätten für die Vereine weiterhin komplett kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

„Wir wissen, dass wir über diesen Umstand sehr glücklich sein können”, sagte Seffner mit Blick auf andere Kommunen, wo Sportvereine längst für Energiekosten aufkommen müssen und Pacht bezahlen.

Weitere Arbeitsfelder sollen mit dem Bündnis noch besser angepackt werden können. Einen Fokus legen die Verantwortlichen auf Jugendliche. Sport im Verein - für Winkens eine richtig „vernünftige Freizeitgestaltung”. Für Seffner wird das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein in besonderem Maße geprägt.

Mit Blick auf die Ganztagsschule, müssen Vereine dabei auch neue Wege beschreiten. Eine Möglichkeit, die in Wassenberg bereits praktiziert wird, ist die Koooperation der Sportvereine mit den Schulen. Nachmittagsangebote werden dabei von den Ehrenamtlern in den Ganztagsbetrieb integriert.

Aber auch ältere Menschen sollen mit neuen, attraktiven Ideen der Sportvereine Lust auf Bewegung bekommen. Ein Flyer, der alle entsprechenden Kurse und Anegbote Wassenberger Vereine auflistet, wird in Kürze erscheinen.

3000 Mitglieder

Stolz ist man sowohl auf Rathaus- wie auch auf SSV-Seite auf den makellosen Zustand der städtischen Sportstätten. „Ob Turnhalle oder Sportplatz, alles befindet sich in einem Top-Zustand”, sagt Winkens. „Einen Sanierungsstau gibt es nicht.” Damit dies so bleibt, sind auch die Vereine gefordert. Für Winkens liegt hier auch die Grundbotschaft des Bündnisses: Ein Geben und Nehmen zum Wohle des Sports unter Berücksichtgung der städtischen Möglichkeiten.

Derzeit sind im Wassenberger Stadtsportverband 27 Vereine mit insgesamt etwa 3000 Mitgliedern organisiert.

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