Jülich/Düren: Sportplatzüberfall: Täter identifiziert, Spieler freigestellt

Jülich/Düren: Sportplatzüberfall: Täter identifiziert, Spieler freigestellt

Nach dem brutalen Überfall auf das Bezirksligaspiel zwischen GW Welldorf-Güsten und Sportfreunde Düren haben die Ermittler inzwischen „einige Täter identifiziert“. Das bestätigte Katja Schlenkermann-Pitts, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen.

Zu Gerüchten, es habe Verhaftungen gegeben, wollte sie sich nicht äußern. Nach Informationen unserer Zeitung ist mindestens ein mutmaßlicher Täter festgenommen worden. Bei der Attacke hatten rund 30 Bewaffnete den Platz gestürmt und auf bestimmte Spieler und Zuschauer eingeschlagen. Es gab neun Verletzte.

Während die Ermittlungsbehörden nach dem Sportplatzüberfall am Sonntag dichter an die Täter heranrücken, haben beide Vereine Spieler, denen der Angriff wohl gegolten hat, vorläufig vom Training freigestellt. Das bestätigten Verantwortliche der Sportfreunde Düren und von GW Welldorf-Güsten.

30 bewaffnete Männern hatten bei Grün-Weiß gezielt einige Spieler und Zuschauer angegriffen. Neun Menschen wurden verletzt. Die Überwachungstechnik auf dem Sportplatz und weitere Beweismittel führten nun zur Identifizierung von „einigen Tätern“, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage informierte. Nach Informationen unserer Zeitung arbeitet inzwischen eine Sonderkommission mit fünf Beamten an dem Fall.

Die beiden Klubs sind unterdessen um Sicherheit bemüht. „Da uns sehr an Leib und Leben unserer Spieler gelegen ist, haben wir sie — nach persönlicher Absprache — erst einmal vom Training freigestellt. Das geschieht zum Schutz der betroffenen Spieler, der Mannschaft und der übrigen Vereinsmitglieder“, sagt Matthias Erdorf, zweiter Vorsitzender der Sportfreunde Düren.

Die drei Spieler libanesischer Herkunft im Bezirksligateam von Welldorf-Güsten sind vom Spielbetrieb freigestellt. Der Vorstand habe das einstimmig beschlossen, sagte Vorsitzender Karl-Heinz Albersmeier Dieser Beschluss bestehe so lange, bis sich der Verein sicher sein könne, dass es keine weiteren Angriffe geben werde, informierte er. Darüber wurde das Team am Dienstag informiert.

Zuvor hätten auch die angegriffenen Akteure diesen Wunsch geäußert. „Dabei wurde uns versichert, dass alles erledigt sei und es keine Streitereien mehr geben werde.“ Der Verein möchte gewährleistet wissen, dass „Zuschauer, Trainer oder Spieler, auf der Sportanlage sicher sind“.

Das Team beschloss, ab Donnerstag wieder zu trainieren.


(hfs/kte/vpu)