Wegberg: Sportlerehrung: Eine Investition in die Zukunft

Wegberg: Sportlerehrung: Eine Investition in die Zukunft

Die Technik streikte zwar in der Wegberger Mühle, so dass die mit viel Zeitaufwand vorbereitete Powerpoint-Präsentation der besten Sportler der Stadt ausfallen musste. Doch das tat der kurzweiligen Sportlerehrung keinen Abbruch.

Garant dafür war vor allem Moderator Günter Mirbach, der locker und gekonnt durchs Programm führte und die Sportler und Gäste mit Randgeschichten und Zusatzinformationen fütterte.

Bürgermeister Reinhold Pillich erinnerte daran, dass ihm der Sport als junger Mensch viel gegeben habe. Unterschätzt werde immer noch der hohe gesellschaftliche Wert der Arbeit von Ehrenamtlern. Pillich ist sicher, „dass sich die Investition in Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene für die Stadt amortisieren wird”.

„Vereine bilden bei uns das Rückgrat des sportlichen Lebens”, stellte Bernd Stamms, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, heraus. Der Sport fördere das Miteinander zwischen Einheimischen und Migranten, zwischen Jung und Alt. „Der Sport spricht alle Sprachen”, erklärte Stamms. Für den Stadtsportverbandsvorsitzenden war es die erste Sportlerehrung in dieser Funktion. Er ist Nachfolger des im August verstorbenen Wolfgang Gisbertz, dessen mit einer Schweigeminute gedacht wurde.

In Wegberg ist es guter Brauch, Seniorensportler auszuzeichnen. Gertrud Driemeyer (79), die sich ebenso wie ihr Mann Hans-Willi (80) vor allem dem Schwimmen verschrieben hat, musste die Urkunden allein entgegennehmen. Ein Beinbruch hatte Hans-Willi Driemeyer außer Gefecht gesetzt. „Der Seniorensportverein hat über 200 Mitglieder, er hält die alten jungen Sportler fit”, zollte Günter Mirbach Respekt.

In den Mittelpunkt rückten die 55 Einzelsportler und diversen Mannschaften, die im vergangenen Jahr besondere Leistungen vollbracht hatten. Eine besondere Ehrung erfuhr die junge Fußballerin Julia Koj, die bis zur B-Jugend beim SC Wegberg in der Jungenmannschaft spielte und jetzt als U 17-Spielerin bei Borussia Mönchengladbach für Furore sorgt.

Pillich, Stamms und Rolf Elbern vom Stadtsportverband nahmen die Auszeichnungen vor. Rolf Elbern konnte dabei auch seinem Sohn Lukas gratulieren, der als großes Tischtennistalent gilt.

Fußballteams (Damen der Sportfreunde Uevekoven, C-Junioren und Herren des FC Wegberg-Beeck) hatten im Mittelrheinpokal Erfolge gefeiert.

Aufstiege gelangen den Tennisspielerinnen des TC Arsbeck und dem Nachwuchs des TC Wegberg. Bei den Schützen hatte der SSV Tüschenbroich wieder Titel eingefahren, Teams des VSV Grenzland Wegberg landeten bei Leichtathletik-Meisterschaften auf vorderen Plätzen.

Die ausgezeichneten Einzelsportler: Falko Becker, David Gingter, Lea Graß, Anna-Patricia Kreck, Michelle Evers, Gianna Willms, Robin Münster, Sara Klingelhoeffer, Viet-Quyen Pham, Pierre Becker, Jörg Sroka (alle Karate), Felix Hoppe, Hans Borgmann, Sieglinde Wirths, Ulrike Kullnick, Sandra Fuchs, Josef Königs, Ralf Laermann, Lukas Wassenberg, Ann-Kristin Hintzen, David Schmiedicke, Robin Schmiedicke, Peter Jakobs, Dennis Arndt, Michele Louis, Ina Klewer, Bastian Klewer, Ion Powell, Falko Becker (alle Leichtathletik), Ulrich Pelzer, Wolfgang Wimmers, Heinz-Bert Hanraths, Karl-Heinz Dappen, Reiner Lützenkirchen, Rolf Reinke, Sven Giesen, Sabine Kames, Stefanie Schmitz, Claudia Plog, Christoph Tielens, Daniel Butterweck, Dieter Genenger (alle Schießsport), Eva Landmesser, Friederieke Bork, Leoni Kaphahn, Katja Winke Hadenfeld, Dr. Karin Frauke Fink-Pistel, Dr. Karen-Anke Pistel, Wolfgang Grenzing (alle Schwimmsport), Jürgen Weuthen (Wasserspringen), Wolfgang Graßkamp, Friedhelm Weyers, Hubert Huben, Edgar Holzinger (alle Tischtennis).