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Aachen: Wegberg-Beeck fordert 18.000 Euro Reparaturkosten

Aachen : Wegberg-Beeck fordert 18.000 Euro Reparaturkosten

Am Ende des Spiels, sagt Günter Stroinski, „da war ich heilfroh, dass wir nicht noch ein Tor geschossen haben“. Natürlich hätte der Vorsitzende des FC Wegberg-Beeck seiner Mannschaft im Pokalspiel gegen Alemannia Aachen noch den Ausgleich gegönnt. „Aber ich hatte Angst, dass die Dinge weiter eskaliert wären.“

Passiert ist dann auch so genug an diesem Nachmittag. Das Spiel dürfte ein Nachspiel haben. Im Zusatzbericht von Schiedsrichter Andreas Steffens (Mechernich) taucht der Vorwurf auf, dass Alemannias Trainer Peter Schubert nach Spielende einen Beecker Schiedsrichter-Betreuer geschubst haben soll. Schubert dementiert das, ebenso Pressesprecher Lars Kröger, der den Coach begleitete. Der eher introvertierte Schubert räumt aber ein, dass er nach dem zweiten Platzverweis ein paar Zentimeter aufs Spielfeld gelaufen sei. „Ich war erregt darüber, das war sicher ein Fehlverhalten.“ Noch ist der Verein nicht zur Stellungnahme aufgefordert, auch über das Strafmaß der vom Platz gestellten Kevin Behrens und Bastian Müller ist nicht befunden. Vorerst sind sie gesperrt.

Schäden an den Banden

Beecks Vorsitzender hat einen größeren Schaden auf der eigenen Anlage ausgemacht. Auf der Gegengeraden wurden laut Stroinski alle Banden mit Schienensystem zerstört. Seit Dienstag liegt dem Mittelrheinligisten ein Voranschlag über 18.000 Euro Reparaturkosten vor. Alemannia soll für die Zerstörungswut seiner Fans aufkommen, sagt der Verein. „Wir hatten Rot-Weiß Essen hier, Uerdingen, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Unsere Spieler sind auf der Gegengeraden bespuckt, beleidigt und mit Bier überschüttet worden. Das war alles unfassbar.“ Dabei hätte der Verein trotz des zeitlich geringen Vorlaufs 100 Ordner organisiert, eine eigene Security gebucht, zudem waren laut Stroinski 30 Polizeibeamte vor Ort.

Alemannia hat sich auf ihrer Homepage „für das Verhalten einiger Zuschauer“ beim Gastgeber entschuldigt. Aachens Geschäftsführer Alexander Mronz spricht von einer „unschönen Angelegenheit“. „Wir müssen mit den Fans reden, dass so ein Auftreten nicht durchgehen kann. Und wir werden versuchen, die Verursacher des Schadens ausfindig zu machen.“ Auch Mronz strebt eine gütliche Einigung mit dem geschädigten Nachbarverein an.

Die Vereine wollen sich am Donnerstag im Beecker Waldstadion treffen, um die Schäden zu begutachten und das weitere Verfahren zu besprechen.

(pa)