Wegberg-Beeck: Wegberg-Beeck erkämpft „Punkt mit Leidenschaft“

Wegberg-Beeck: Wegberg-Beeck erkämpft „Punkt mit Leidenschaft“

Im dritten Anlauf klappte es dann endlich: Einmal wegen des Wetters im Heinsberger Land, einmal wegen Abstellungen der Dortmunder war das Treffen abgesagt worden. Bei zwar frischen, aber trockenem Herbstwetter standen sich am Dienstagabend im Beecker Waldstadion Gastgeber FC Wegberg-Beeck, als Abstiegskandidat Nummer 1 in der Fußball-Regionalliga gehandelt, und die favorisierte Reserve des Bundesligisten Borussia Dortmund gegenüber.

Doch der vermeintliche Underdog zeigte sich beim 1:1 (0:1) auf Augenhöhe und holte den nächsten Punkt im Kampf gegen den Abstieg. „Wir haben gegen einen starken Gegner mit Leidenschaft agiert und uns den Punkt wirklich erkämpft“, freute sich FC-Trainer Dirk Ruhrig nach dem Abpfiff.

Joshua Holtby belebte nach seiner Sperre das Beecker Spiel. Mit einem ersten Schuss aus der Distanz hatte er gleich angezeigt, dass sich die Gastgeber, die nach den zuletzt guten Leistungen deutlich an Selbstbewusstsein zugelegt hatten, nicht verstecken würden.

„Mehr Aktionen vor allem in der ersten Hälfte“, hatte sich Teamchef Henßen von seinem Team, das in den vergangenen Partien vor allem in den zweiten 45 Minuten überzeugt hatte, gewünscht. Doch wieder fanden seine Jungs erst nach 25 Minuten so richtig ins Spiel. Was sich auch bei der Entstehung des Führungstors der Gäste zeigte: Patrick Pflücke trat zum Freistoß aus gut 20 Metern von rechts an und zirkelte den Ball genau auf den Kopf von Patrick Mainka (15.), der völlig unbedrängt am machtlosen Stefan Zabel vorbei aus kurzer Distanz einnickte. „Das war symptomatisch, da haben wir geschlafen, haben nicht reagiert“, ärgerte sich Ruhrig. Doch es sollte die klarste Chance der Gäste in den ersten 45 Minuten bleiben, nur selten fanden sie den Weg durch die Beecker Defensive.

Mitte der ersten Hälfte war Wegberg-Beeck auf Betriebstemperatur. Für die Freistöße auf Gastgeberseite war Holtby verantwortlich, dessen Schuss jedoch eine leichte Beute für BVB-Keeper Dominik Reimann wurde. Nur eine Minute später tankte sich Sahin Dagistan durch, scheiterte jedoch an der BVB-Defensive. Und erneut per Freistoß setzte sich Holtby (39.) in Szene, der Ball jedoch strich vorbei.

Schon in der ersten Hälfte hatte es Pyrotechnik im Block der etwa 50 mitgereisten, lautstark singenden BVB-Anhänger gegeben. Mit Wiederbeginn wurde diese mehr und farbig. Was in der 67. Minute zu einer knapp fünfminütigen Spielunterbrechung führte. Mit einem Angriff durch Shpend Hasani hatte sich Beeck aus der Pause zurückgemeldet, doch die BVB-Abwehr stand sicher. Dann die 76. Minute: Der nächste Freistoß, Innenverteidiger Danny Fäuster war zu einem Standard mit aufgerückt — und ließ die 821 Fans im Beecker Waldstadion jubeln: 1:1. „Der Ball kam, ich erwische ihn ganz gut, dachte, das könnte passen, und dann ging er genau ins Eck“, kommentierte Fäuster trocken.