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Aachen: Wasserspringer Sascha Klein beendet Karriere in Budapest

Aachen : Wasserspringer Sascha Klein beendet Karriere in Budapest

„Ich werde zur WM nach Budapest reisen — das ist mein letzter Wettkampf.“ Lange hatte Sascha Klein überlegt, ob er Mitte Juli in Budapest noch einmal an den Start gehen sollte. „Ich habe mit meiner Familie alles besprochen, gemeinsam haben wir diese Entscheidung gefällt.“

Die WM der Wasserspringer ist der Schlusspunkt unter der langen Karriere des gebürtigen Alsdorfers, der wieder in Aachen lebt, aber für den Dresdener SC springt. Der 32-Jährige gewann synchron vom Turm 2008 in Peking Olympia-Silber, wurde 2013 Weltmeister und war neun Mal Europameister in Folge.

„Ich freue mich sehr, dass Sascha zugesagt hat“, jubelte sein Synchronpartner Patrick Hausding. „Ich denke, die WM wird ein würdiger Abschluss für ihn. Und Budapest ist vielleicht ein gutes Omen, 2010 haben wir dort bei der EM jeder zwei Goldmedaillen gewonnen“, blickt der Berliner, der selbst bis Tokio weitermachen will, zurück. Erleichterung auch beim DSV, dass das Top-Duo, das in Rio de Janeiro 2016 knapp eine Medaille verpasst hatte, noch einmal antritt.

„Der DSV und ich persönlich freuen uns sehr“, so Leistungssportdirektor Lutz Buschkow, der am Rande der DM in Aachen ausführliche Gespräche geführt hatte. „Ich denke, Sascha und Patrick kämpfen um eine WM-Medaille, vor allem nach der World Series.“ Bei der hochkarätigen Weltserie hatten die beiden Turmspringer vier Mal Rang zwei hinter den Chinesen belegt. „Und so früh in der Saison waren wir — wie andere auch — noch nicht auf 100 Prozent unserer Leistungsstärke“, macht Hausding Hoffnung.

„Ich denke, meine Entscheidung ist für den DSV, Aachen, Dresden und auch für mich gut — die WM ist ein guter Abschluss“, so Klein, der in Budapest aber nur synchron vom Turm starten wird. „Nachdem die Entscheidung gefallen ist, bin ich erleichtert und fühle eine neue Motivation — und bereits Vorfreude auf die WM.“