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Düren: Was tun, wenn Till Lieber geht?

Düren : Was tun, wenn Till Lieber geht?

Die Frage, die derzeit beim Volleyball-Erstligisten Evivo Düren heiß diskutiert wird, lautet: Was ist, wenn der einzige Nationalspieler des Vereines, Till Lieber, nicht verlängert?

„Es wird schwer werden, Till in Düren zu halten”, sagt Trainer Bernd Werscheck. Sogleich schiebt er hinterher: „Wir wollen es in jedem Fall versuchen.” Die Gerüchte über einen Wechsel zum Ligakrösus Friedrichshafen halten sich.

Nach Liebers starkem Auftreten bei der Europameisterschaft im Herbst dürften aber auch ausländische Vereine auf den Dürener aufmerksam geworden sein. „Ich kann mir auch vorstellen, hier zu bleiben”, sagt Lieber, „ich bin für alles offen und warte jetzt einmal in Ruhe Angebote ab.”

Ein Plan B, der in Kraft treten soll, falls Lieber nicht bei Evivo verlängert, liegt schon in der Schublade. Sven Dick heißt der Kandidat, den Experten aus dem Dürener Umfeld für den geeigneten Lieber-Ersatz halten. Der 21-Jährige ist bisher neben Lieber der konstanteste Dürener, was die Annahme der gegnerischen Aufschläge angeht. Egal ob mit Lieber oder ohne; Evivo will den „kleinen” Sven unbedingt halten. Als erster soll jedoch der Vertrag von Spielmacher Diego Gutierrez verlängert werden.

Schon zu Saisonbeginn vor drei Monaten hieß es von Vereinsseite, dass man den Argentinier so bald wie möglich länger als nur ein Jahr binden wolle. Geschehen ist bisher noch nichts. „Ende Januar soll eine Entscheidung fallen”, sagt Geschäftsführer Carsten Heeren, der angebliche Ungereimtheiten in den Verhandlungen mit Gutierrez bestreitet: „Ich habe von keinen Problemen gehört.”

Werscheck will planen

Zwei weitere Verträge laufen auch aus: Auf den Wunschzetteln etlicher anderer Bundesligisten dürfte auch Malte Holschen stehen. Der 22-jährige Mittelblocker gilt als zukünftiger Nationalspieler. Trotz oder gerade wegen seines Alters von 33 Jahren ist auch Routinier Sven Anton sehr gefragt. „Er hatte mehrere Anfragen. Vor allem für unerfahrene Aufsteiger ist er interessant”, weiß Werscheck.

Doch bevor sich der Verein den Verhandlungen mit den Spielern widmet, ist erst einmal der Trainer dran. „Ich muss frühzeitig planen können”, deutet Bernd Werscheck an, dass ihm an eine baldige Verlängerung seines im Frühjahr endenden Vertrages wichtig sei. „Er hat dem Verein seine Bedingungen genannt”, so Heeren. „Meiner Meinung nach ist seine Unterschrift nur noch eine Formsache.”