Düren: Quero bereitet Evivo keine großen Sorgen

Düren: Quero bereitet Evivo keine großen Sorgen

Die Sporthalle des Gegners ist keineswegs so komfortabel wie die Arena Kreis Düren, sondern maximal so groß wie die des Burgau-Gymnasiums. Und der TV Bühl kann auch nicht drei deutsche Vize-Meisterschaften wie sein Gast Evivo Düren vorweisen.

Doch der Gastgeber wird am Samstag ab 20 Uhr jede Menge Euphorie in die Waagschale werfen. Denn der Neuling aus dem Schwarzwald trotzte zum Auftakt der Bundesliga-Spielzeit 2009/2010 in Haching dem aktuellen Vizemeister einen Satz ab und freut sich enorm auf sein erstes Heimspiel.

Zwei seiner Aktiven dürften besonders motiviert sein: Heriberto Quero und Vladimir Rakic. Der Diagonalangreifer und der Mittelblocker wechselten bekanntlich nach der abgelaufenen Saison zum Aufsteiger und hatten maßgeblichen Anteil an der couragierten Leistung des TV bei Generali.

Auf Queros Konto gehen 25 Punkte, Rakic steuerte zehn Zähler bei der 1:3-Niederlage bei. „Wer in Haching einen Satz gewinnt, der kann nicht schlecht sein”, urteilte denn auch Alex Mayer über den Gegner.

Das alles zählt aber in wenigen Stunden beim Anpfiff nicht mehr. Evivo Düren ist in den Schwarzwald gefahren, um mit einem Sieg die Rückreise an die Rur anzutreten. „Wir wollen in das Halbfinale der Meisterschaft, deshalb ist es folgerichtig, dass wir in Bühl gewinnen wollen”, gibt Sven Anton unmissverständlich die Parole aus.

Heriberto Quero hin, Vladimir Rakic her. „Von mir aus kann Heriberto wieder seine 25 Punkte machen”, zeigt sich Anton generös, weil 25 Punkte nicht ausreichen, um ein Meisterschaftsspiel zu gewinnen. „Wichtig wird es sein, dass wir Heribertos Teamkollegen stoppen können”, zeigt der Coach die Marschrichtung auf.

Natürlich heißt das nicht, dass Evivo gegen Quero keine Abwehrversuche unternehmen wird. Quero hat nach seinem Wechsel natürlich seine Spielweise nicht geändert. Er braucht hohe Bälle, die lange unterwegs sind, um seine Angriffe schmettern zu können. Also wird Evivo Block und Feldabwehr entsprechend zu positionieren.

Und wenn es nun gelingt, auch noch Queros neue Kameraden in Schach zu halten, stehen die Chancen auf einen Sieg gut. Denn der Trainer ist sich sicher, dass sich die Nervosität, die einige seiner Spieler bei der Heimpartie gegen den SCC Berlin befallen hatte, nicht wiederholen wird.

Anton setzt darauf, dass seine Mannen ihre Stärken abrufen können: Starker Aufschlag, starke Angriffe und starke Annahme sind angesagt.

Besonders die Annahme ist wieder einmal von enormer Bedeutung: Die Deckenhöhe ist zu niedrig, die Annahmen dürfen also nicht hoch abprallen. Folglich trainierte Evivo in dieser auch zweimal in der Sporthalle an der Euskirchener Straße und im Burgau-Gymnasium.

Und so zeigt sich Trainer Sven Anton zuversichtlich, dass Evivo mit einem ausgeglichenen Punktekonto am kommenden Samstag, 17. Oktober, um 14.30 Uhr gegen den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen antreten kann: „Alle sind fit, die Nervosität ist verflogen. Wir holen die zwei Punkte”