Powervolleys schlagen Aufsteiger Giesen: Verdienter Sieg gegen einen unangenehmen Gegner

Powervolleys schlagen Aufsteiger Giesen : Verdienter Sieg gegen einen unangenehmen Gegner

Nach dem Erfolg im Viertelfinale des Deutschen Volleyball-Pokals haben die SWD Powervolleys auch in der Meisterschaft bei den Helios Grizzlys Giesen gewonnen. Wie in der K.o.-Runde siegte Düren am Sonntagnachmittag im Meisterschaftsspiel 3:1 beim Aufsteiger.

So zog Trainer Stefan Falter nach dem 25:21, 25:21, 19:25, 25:23 dieses Fazit: „Das Spiel hat richtig Spaß gemacht. Wir fahren mit einem verdienten Sieg über einen unangenehmen Gegner nach Hause, der eigentlich besser als auf dem drittletzten Platz stehen müsste.“

Und weiter sagte der Trainer: „Die ersten beiden Sätze haben wir es wirklich gut gemacht.“ Satz 1 begann aber mit einer kleinen Überraschung: Die Hausherren bejubelten eine 2:0-Führung. Aber die Freude währte nicht lange. Und es sollte für lange Zeit die einzige Führung der Hausherren bleiben. Dürens Diagonalangreifer Sebastian Gevert, Mittelblocker Lukas Maase und Außenangreifer Björn Andrae sorgten für einen 7:4-Vorsprung.

Der Favorit schien seiner Rolle gerecht zu werden. Der Neuling wollte sich aber noch nicht beugen (7:7, 10:10, 14:16). Dann musste er aber anerkennen, dass Dürens Block- und Feldabwehr sowie Aufschlag (Ass Björn Andrae) eine enorme Qualität haben können. Die Gäste zogen trotz kurzzeitiger Probleme in der Annahme auf 20:14 davon. Die letzten Ballwechsel des ersten Satzes waren Formsache, auch wenn Düren den Gastgebern noch einen 21:23-Zwischenstand gestattete.

Überlegen im zweiten Abschnitt

Auch im zweiten Abschnitt waren die Gäste bei engagierter Gegenwehr überlegen. Die SWD Powervolleys entschärften Giesener Angriffe wie im ersten Abschnitt per Block- und Feldabwehr und punkteten fleißig im Gegenangriff. Folglich durfte Stefan Falter auch den zweiten Abschnitt für seine Mannschaft verbuchen.

Die zehnminütige Pause schien den Spielern um Kapitän Michael Andrei aber nicht bekommen zu sein: Die Hausherren hatten keinen Bock auf eine Niederlage, agierten nun in allen Elementen noch besser. Die Folge war eine 5:1-Führung. Düren steigerte sich, machte aus einem 3:6-Rückstand eine 8:6-Führung. „Bei diesem Zwischenstand hatte ich ein gutes Gefühl, aber dann gestattete sich jeder meiner Spieler den erlaubten Fehler, leider erfolgten die hintereinander.“

So rutschten die Rheinländer in ein Tief, aus dem sie sich nicht mehr aus eigener Kraft herausspielen und -kämpfen konnten. Giesen trumpfte mit Dürener Tugenden aus den ersten Sätzen auf und durfte sich über die von Falter angesprochenen Fehler freuen: Vier Punkte schenkten die Powervolleys beispielsweise den Neulingen zwischen 12:10 und 18:12. Und ohne auf Block- und Feldabwehr zu treffen, durften die Gastgeber zum 23. ihrer 25 Zähler schmettern. 

Schwerstarbeit angesagt 

Lag doch noch eine Überraschung in der Luft? Die Antwort lautet: Nein. Weil die Powervolleys den vierten Satz 25:23 gewannen. Schwerstarbeit war angesagt: Düren gelang es immer wieder, mit mehreren Punkte vorzupreschen, doch Giesen glich ebenso immer wieder dank couragierter Defensivarbeit und Durchschlagskraft im Angriff aus. Bei 23:23 musste Düren zittern: Nach einer schlechten Annahme gelang dennoch das Zuspiel auf Björn Andrae, der mit all seiner Routine zum Matchball punktete. Dann hatte Sebastian Gevert genug: Er schlug ein Ass zum Sieg. Und Stefan Falter sagte: „Auch wenn Sebastian gestern nicht seinen besten Tag hatte, er ist aber auch der Spieler, der in einer solchen Situation den Unterschied ausmachen kann.“

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