SWD Powervolleys Düren bieten Berlin Recycling Volleys lange Paroli

Unglückliche Niederlage: Powervolleys bieten Berlin Recycling Volleys lange Paroli

Zwei Sätze haben die SWD Powervolleys überragenden Volleyball gespielt – und am Ende dann doch unglücklich mit 2:3 (25:23, 25:21, 22:25, 22:25 und 12:15) gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Berlin Recycling Volleys, verloren.

Bis zum Stand von 15:9 im dritten Satz hatte das Team die Führung nie aus der Hand gegeben und mit guten Aufschlägen, einem starken Block und vor allem wenig Fehlern die rund 1800 Fans in der Arena Kreis Düren begeistert.

Besonders  Diagonalangreifer Sebastian Gevert, Mittelblocker Lukas Maase, Außenangreifer Florian Lacassie und Libero Jordan Or zeigten herausragende Leistungen. Die Fans taten ihr Übriges, die Arena  war der berühmte Hexenkessel,  bis es plötzlich totenstill wurde. Kapitän Michael Andrei war mit dem Fuß umgeknickt, lag am Boden und musste von Mannschaftsarzt Dr. Stefan Lukowsky behandelt werden. Danach wurden die Dürener unsicher, auch als Andrei beim Stand zum 15:13 wieder zurück aufs Spielfeld kam. Und Berlin fand mehr und mehr zurück ins Spiel. Der Deutsche Meister schaffte den Ausgleich zum 15:15, übernahm beim Stand von 18:19 zum ersten Mal die Führung  – und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab.

Buh-Rufe und Pfiffe

Hinzu kamen noch einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten der Powervolleys, die Stimmung in der Halle wurde hitzig, fast schon aggressiv. Am Ende quittierten die Zuschauer das Ergebnis mit Buh-Rufen und lauten Pfiffen – so etwas ist man vom fairen Dürener Publikum nicht gewöhnt.  „Natürlich haben die Fans am Schluss jede Entscheidung des Schiedsgerichtes hinterfragt“, kommentierte Justin Wolff die Situation. „Es muss den Spielern und auch mir gelingen, darauf nicht einzugehen. Und ich glaube auch, dass die Menschen in der Arena aufgeregter waren als wir.“

Der Schiedsrichter, ergänzte Wolff, trage nie die Verantwortung für eine Niederlage. „Wir haben nach der Verletzung von Michael Andrei nicht mehr wirklich zurück ins Spiel gefunden. Und am Ende bei dieser Mischung aus Kopf und Kraft leider den Kürzeren gezogen.“ Trotzdem habe sein Team gezeigt, wie eng die Liga beieinander sei. Wolff: „Unter den ersten sechs Mannschaften kann jeder jeden schlagen. Das haben wir schon im Hinspiel gezeigt, als wir in Berlin gewonnen haben. Und heute auch.“

Ähnlich sieht das auch der Mannschaftskapitän selbst. „Die ersten beiden Sätze waren hervorragend, in den Sätzen drei und vier hat nicht mehr viel funktioniert.“ Der fünfte und entscheidende Durchgang sei dann wieder offen gewesen. „Hier haben dann plötzlich andere Faktoren eine Rolle gespielt“, spielte der Mittelblocker auch auf die Schiedsrichterleistung an. „Es gab klare Fehlentscheidungen, uns wurden zwei, drei wichtige Punkte genommen. Aber damit müssen wir klar kommen.“

Am Samstag unterlagen die Powervolleys aus Düren dem Team aus der Hauptstadt. Foto: Sandra Kinkel

Seine Mannschaft, ergänzte Andrei, habe am Ende zwar einen Punkt gewonnen, aber eben „auch Punkte liegen lassen. Trotzdem müssen wir auch die positiven Sachen sehen. Unsere Einstellung und unseren Teamgeist muss ich loben. Das war eine Reaktion auf die schlechteren Spiele der vergangenen Woche.“ Aber es war eben auch eine riesengroße Enttäuschung. „Für mich sind das zwei verlorene Punkte, ganz eindeutig“, sagte Florian Lacassie unmittelbar nach der Partie. „Es ist wichtig, dass wir dieses Spiel sehr schnell abhaken.“

Viel Zeit haben die Powervolleys dazu nicht. Am Mittwoch, 6. Februar, steht schon das nächste Auswärtsspiel gegen die SVG Lüneburg an (Anpfiff 19 Uhr), am Sonntag, 10. Februar, kommt mit dem VfB Friedrichshafen der nächste schwere Gegner nach Düren (18 Uhr).

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