Fünf-Satz-Niederlage gegen Friedrichshafen: Powervolleys ziehen im Tiebreak den Kürzeren

Fünf-Satz-Niederlage gegen Friedrichshafen : Powervolleys ziehen im Tiebreak den Kürzeren

Die schlechte Nachricht: In der Volleyball-Bundesliga haben die SWD Powervolleys Düren fünf der vergangenen sechs Spiele verloren. Am Sonntagabend unterlagen sie dem VfB Friedrichshafen in der Arena Kreis Düren mit 2:3 (22:25, 25:17, 23:25, 25:21, 13:15).

Die gute Nachricht: Düren scheint wieder zu Kräften zu kommen. Sechs Spiele in 17 Tagen, die meisten davon mit einem Grippevirus im Team, haben zuvor ihre Spuren hinterlassen. Diesmal schwanden die Dürener Kräfte nicht. In einer über fünf Sätze starken Partien spielten die Powervolleys auf Augenhöhe gegen das Spitzenteam vom Bodensee, ein Ball hat am Ende den Unterschied gemacht. Es war ein Block des VfB gegen den Ex-Häfler Björn Andrae am Ende des Tiebreaks. „Wir haben Düren überlebt“, fasste VfB-Coach Vital Heynen die Partie zusammen. Und Andrae fügte an, „dass die Niederlage zwar bitter ist, aber nach diesem Spiel muss sich am Ende keiner beschweren.“

Düren spielte wesentlich konstanter als zuletzt. 18:15 führten sie in Satz eins schon, weil Sebastian Gevert, Tim Broshog und Tomáš Kocian mit ihren Aufschlägen viel Druck ausüben. In der Folge sind es aber ausschließlich die Dürener, die gegen das taktische Service des VfB Probleme haben. Drei Dürener Annahmefehler im Satzfinale bringen den VfB in Front.

Unter dem Strich ist das Verhältnis aus starken Aufschlägen und wackligen Annahmen ein Minusgeschäft für Düren. Anschließend ändert Düren mit seinem Block den Rhythmus des Spiels. Zwei krachende Broshog-Blockpunkte bedeuten das 10:5 für Düren. VfB-Coach Vital Heynen hat genug gesehen, ersetzte den Tschechen Jakub Janouch im Zuspiel mit dem französischen Routinier Rafael Redwitz – ohne Wirkung auf den Gegner. Zum 14:9 brüllt Gevert, weil er nach starker Abwehr selbst den Angriff im Feld der Häfler versenkt.

Anschließend entdeckt auch Lacassie für sich die Härte im Angriff. Und als der Franzose einen Angriff des VfB-Sprungwunders Athanasios Protopsaltis spektakulär zum 19:12 blockt, ist der Satz früh zugunsten der Powervolleys entschieden. Ende des dritten Satzes wird Dürens Gevert zum tragischen Helden. 22:19 führt der VfB, die Mittelblocker Philipp Collin und Jakob Günthör haben den Vorsprung mit ihren Aufschlägen herausgespielt. Mit zwei wuchtigen Aufschlägen und einem kurz gedrehten Ball gleicht Gevert  zum 23:23 aus.

Zwei Bälle später wackelt Dürens Annahme, Geverts aus der Not geborener Angriff verfehlt das Feld knapp und der VfB führt 2:1 nach Sätzen, um dann wieder Probleme mit dem Dürener Aufschlag zu haben.Broshog blockte zum 24:21, der Tiebreak sollte folgen. Und in dem war der VfB einen Ball besser.

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