Vollgas Richtung Play-offs : Powervolleys gewinnen Heimspiel

Vollgas Richtung Play-offs : Powervolleys gewinnen Heimspiel

Die Play-offs können kommen. Die SWD Powervolleys Düren haben ihr letztes Heimspiel vor dem Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft mit 3:0 (25:13, 25:10 und 27:25) gegen die Helios Grizzlys Giesen gewonnen.

Rund 1900 Zuschauer in der Arena Kreis Düren erlebten eine vor allem vom Dürener Aufschlag geprägte Partie. Besonders bei druckvollen Aufschlägen hatte Giesen den Powervolleys nicht viel entgegenzusetzen.

Vor allem im ersten Durchgang hat die Mannschaft von Trainer Justin Wolff sehr stark aufgeschlagen. Düren hat das Spiel dominiert, entsprechend deutlich war das Ergebnis. Im zweiten Satz haben die Grizzlys Giesen immer besser ins Spiel gefunden, konnten sogar eine 8:5-Führung herausspielen. Mit fünf sehr guten Aufschlägen in Folge vom eingewechselten Lucas Coleman wurde aus einem deutlichen Rückstand aus Dürener Sicht allerdings schnell wieder eine komfortable Führung, die die Powervolleys bis zum Satzende auch nicht mehr abgegeben haben.

Satz drei war dann deutlich ausgeglichener, spannender und resultierte schließlich in einem offenen Schlagabtausch. Die Grizzlys aus Giesen spielten mit Spaß und völlig ohne Druck und konnten mit ihrem guten Block häufig punkten. Die Führung wechselte ständig hin und her, erst der Block von Lukas Maase und Irvan Brar sorgte am Ende dafür, dass Düren deutlich und absolut verdient mit 3:0 gewonnen hat.

Powervolleys besiegen die Grizzlys mit 3:0

„Wir haben uns vorgenommen, heute alles zu geben“, sagte ein zufriedener Justin Wolff nach dem Spiel. „Und das haben wir auch getan. Wir sind sehr froh über die drei Punkte.“ Froh ist der Trainer auch deshalb, weil er das Spiel gegen Giesen genutzt hat, um allen Spielern seiner Mannschaft Einsatzzeiten zu geben. „Am Freitag beginnen die Play-offs gegen Berlin“, erklärte Wolff. „Von da an spielen wir im Drei- oder Vier-Tages-Rhythmus. Das wird sehr anstrengend, und wir brauchen wirklich jeden Spieler.“

„Gehörige Portion Respekt“

Für den Kanadier Lucas Coleman war es nach seiner schweren Hüftverletzung und einer mehrmonatigen Pause am Samstag erst der zweite Einsatz in einem Bundesligaspiel. „Gegen die Alpenvolleys habe ich mich noch deutlich schwerer getan als heute“, sagte der 24-jährige Außenangreifer. „Justin Wolff hat einen guten Zeitpunkt gefunden, um mich einzuwechseln. Ich habe gut ins Spiel gefunden, einige Punkte gemacht. Ich bin sehr glücklich.“

Im Viertelfinale um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft müssen die Powervolleys gegen die Berlin Recycling Volleys antreten. Berlin hat die Saison als Dritter hinter dem VfB Friedrichshafen und den Hypo Tirol Alpenvolleys beendet. „Natürlich ist Berlin Favorit“, sagte Dürens französischer Außenangreifer Florian Lacassie, „aber wir haben in dieser Saison in Berlin 3:0 gewonnen und auch unser Heimspiel gegen die Recycling Volleys nur ganz knapp verloren. Das ist keine unlösbare Aufgabe.“

Ähnlich sieht das auch Goswin Caro, Sportlicher Leiter der Powervolleys: „Ich denke, dass Berlin eine gehörige Portion Respekt vor uns hat. Umgekehrt brauchen wir uns aber nicht zu verstecken. Wir werden respektlos sein. Und haben gute Chancen, das Halbfinale zu erreichen.“ Das erste Play-off gegen Berlin findet am Freitag, 29. März, statt. Das zweite Viertelfinal-Spiel der Serie „Best of three“ am Mittwoch. 3. April, 19 Uhr, in der Arena Kreis Düren.

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