Niederlage der Powervolleys: Nur ein Sieg fehlt Düren zum kompletten Glück

Niederlage der Powervolleys : Nur ein Sieg fehlt Düren zum kompletten Glück

Der Volleyball-Bundesligist verliert 2:3 gegen Herrsching. Zuvor aber verlängert der Klub mit Maase, und auch Andrae bleibt.

Zwei gute Nachrichten gab es bereits am Mittwochnachmittag aus dem Lager der SWD Powervolleys. Die erste: Lukas Maase, mit 20 Jahren der jüngste Spieler im Kader des Volleyball-Bundesligisten, verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis zum Ende der Spielzeit 2019/20. Weil Maases routinierte Mittelblockerkollegen Michael Andrei und Tim Broshog längerfristige Verträge haben, ist die Riege der Dürener Blocker für die kommende Saison bereits komplett.

Die zweite Meldung: Bis zum Ende der aktuellen Spielzeit bleibt Björn Andrae dem Klub erhalten. Eigentlich war der 280-fache Nationalspieler nur für den Zeitraum bis zur Genesung von Außenangreifer Lucas Coleman verpflichtet, doch am Mittwoch sicherten sich die Powervolleys die Dienste des früheren Auswahl-Kapitäns bis zum Saisonende.

So fehlte aus Dürener Sicht nur noch die dritte gute Nachricht, sprich ein Sieg über den selbst ernannten Geilsten Klub der Welt aus Herrsching. Doch sie blieb aus: Düren verlor wie beim Hinspiel nach 2:0-Führung 2:3 (25:23, 25:21, 22:25, 22:25, 11:15).

Dürens Co-Trainer Justin Wolff, der den mit Rückenproblemen im Krankenhaus liegenden Stefan Falter in der Coaching-Zone vertrat, sah einen nervösen Beginn seiner Schützlinge. Die Hausherren rappelten sich nach Rückständen immer wieder auf, gerieten aber wieder mit vier Punkten in Rückstand. Dann legten sie einen Zwischenspurt hin, gingen mehrmals in Führung.

SWD Powervolleys unterliegen Herrsching mit 2:3

Plötzlich lagen sie aber wieder zurück (21:23). Aber sie haben mit Sebastian Gevert einen außergewöhnlichen Spieler. Der Deutsch-Chilene demonstrierte in dieser Situation ausnahmsweise nicht seine Qualitäten am Netz, sondern im Aufschlag. Zwei Asse bestaunten die Herrschinger ehrfürchtig. Und dann war es Björn Andrae, der zum 25:23 schmetterte.

Die Art und Weise, wie Düren den ersten Abschnitt beendete, entpuppte sich als Initialzündung: Düren knüpfte nahtlos an seine Leistung aus dieser Endphase an, baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Stand von 17:10 schien Satzgewinn Nummer zwei kurz bevor zu stehen. Die Gastgeber zogen ihr Spiel aber nicht weiter konsequent durch. Herrsching kam bedrohlich näher, Justin Wolff nahm zwei Auszeiten. Und Düren hatte Glück, dass Herrsching einen Aufschlag zur 24:21-Führung der Gastgeber ins Netz schlug. Michael Andrei machte den 25. Punkt mit einem Einer-Block. 2:0 führte Düren wie bei der 2:3-Niederlage in Herrsching. Deshalb durften sich die SWD Powervolleys auch im dritten Satz angesichts der Herrschinger Nehmerqualitäten nicht zu sicher fühlen, auch wenn sie mehrere Male mit drei Punkten vorlagen. Deutete die erste Hälfte dennoch vorsichtig auf den dritten Satzgewinn hin, so baute die Heimformation in der Folge immer mehr ab – mit 25:22 verkürzte Herrsching verdient auf 1:2. Drohte also wieder ein Rückfall wie in Herrsching? Ja.

Ende der Herrlichkeit

Der vierte Satz begann schon nicht gut: Gevert wurde zweimal geblockt. Und prompt liefen die Powervolleys einem Rückstand hinterher. Von der Herrlichkeit der Endphase des ersten und weiter Teile des zweiten Satzes war kaum noch was zu sehen. Logische Folge: Herrsching glich mit 25:22 zum 2:2 aus. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Wolff brachte Andrae für Gevert, der seine Leistung nicht hielt. Der Tiebreak begann wie Satz vier: Herrsching blockte zweimal und befand sich auf der Siegerstraße, die es auch nicht mehr verließ.

(sis)
Mehr von Aachener Zeitung