Erste Heimniederlage für die Powervolleys: Der Primus ist zu stark für Düren

Erste Heimniederlage für die Powervolleys: Der Primus ist zu stark für Düren

Die Weste ist nicht mehr weiß, sie weist einen Flecken auf: Volleyball-Bundesligist SWD Powervolleys Düren hat am Samstag die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen müssen.

Das Team unterlag dem Primus Hypo Tirol Alpenvolleys Haching 1:3 (25:22, 23:25, 19:25, 20:25). Den Ausgang der spektakulären Auseinandersetzung mit krachenden Aufschlägen und Schmetterbällen, mit interessanten Spielzügen der beiden Zuspieler und nie erlahmendem Kampfgeist fasste Dürens Trainer Stefan Falter denn auch so zusammen: „Wir dürfen uns größere Dellen in unserem Spiel gegen Gegner auf diesem Niveau einfach nicht erlauben. Denn phasenweise haben wir ja gezeigt, dass wir auch Teams wie den Spitzenreiter aus Innsbruck und Unterhaching schlagen können.“

Der erste Satz ging vor 2000 Zuschauern in der Arena verdient an die Hausherren. Satz zwei ließ sich zwar nicht gut an (0:4, 2:6), doch Düren glich auch wegen effektiver Aufschläge sowie reaktionsschneller Abwehr- und Blockarbeit nicht nur aus, sondern ging in Führung (8:7). Beide Team agierten auf hohem Niveau, keine Mannschaft setzte sich entscheidend ab. Doch Düren verlor den Abschnitt, weil: „Wir haben ein paar einfache Chancen liegen lassen“, ärgerte sich Diagonalangreifer Sebastian Gevert.

Noch mehr ärgern mussten sich die Hausherren aber im dritten Abschnitt: Ihr phasenweiser Einbruch in dessen Mitte führte zum Satzverlust und läutete die Niederlage ein. Der Anfang des dritten Abschnittes hatte aber nicht darauf hingedeutet, dass die Powervolleys 1:2 in Satz-Rückstand geraten würden. Sie schüttelten den Ausgleich ab, unbekümmert zogen sie dank Außenangreifer Irvan Brar, den Mittelblockern Michael Andrei und Lukas Maase, Zuspieler Tomas Kocian und Gevert auf 9:4 davon.

Technisch fehlerhaftes Zuspiel

Doch als der Schiedsrichter ein technisch fehlerhaftes Zuspiel der Gäste nicht ahndete, stand es nicht 10:4, sondern nur noch 9:5. Und es häuften sich die falschen Entscheidungen Dürener Spieler im Angriff auf der einen Seite; auf der anderen fanden die Gäste immer mehr zu der Stärke, die sie zum Primus macht: „Die haben hervorragend aufgeschlagen und extrem gut geblockt“, befand Falter. Düren tat sich schwer, Punkte auf die Habenseite zu bringen. So verwandelte sich die 9:4-Führung über 14:14 in ein 19:25. 

Die Messe war zwar noch nicht gelesen, Düren hielt im vierten Abschnitt zunächst noch mit, aber der Tabellenführer wurde immer dominanter. Und so ähnelte auch das Fazit von Sebastian Gevert dem seines Trainers: „Das ist eine ärgerliche Niederlage, weil wir leider nicht konstant genug gespielt haben. Wir hatten zu oft Momente, in denen wir nicht vom Fleck gekommen sind.“ Also beschloss Falter die Nachbetrachtung zum letzten Spiel des Jahres mit dem Satz: „Wir müssen einfach respektieren, dass der Gegner besser war.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: SWD Powervolleys unterliegt Primus Hypo Tirol Alpenvolleys

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