Coburg/Düren: Powervolleys siegen bei Not gegen Elend

Coburg/Düren: Powervolleys siegen bei Not gegen Elend

„Die Pause“, sagte Trainer Anton Brams, „könnte zu kaum einem besseren Zeitpunkt kommen.“ Zehn Tage liegen zwischen der Partie, die die SWD Powervolleys gewannen, und dem nächsten Spiel, dem Rückspiel im CEV-Pokal in Budweis. Bei der VSG Coburg/Grub siegten die Dürener am Samstagabend 3:2.

Ein hartes Stück Arbeit lag nach dem 20:25, 27:25, 25:19, 16:25, 15:11 hinter den Rheinländern. Der Trainer kommentierte den Gewinn der beiden Punkte mit den Worten: „Wir hatten Glück, wir haben uns durchgebissen.“

Die glanzvolle Vorstellung vom Fünf-Satz-Sieg gegen Budweis wiederholten die Dürener bei der VSG nicht. Und auch die Coburger liefen nicht zur Höchstform auf. „Man könnte sagen, es spielte Not gegen Elend.“ Den Spielern beider Mannschaften unterliefen Fehler, zu viele Fehler. Und dem Trainer stellte sich beispielsweise im ersten Satz die Frage: „Wer macht die wenigsten Fehler? Denn der gewinnt.“

In genau diesem ersten Abschnitt unterliefen den Hausherren eben weniger (Annahme-)Fehler. So gewannen sie 25:20. Das Ende des ersten Abschnittes erlebte Jan Philipp Marks nicht mehr auf dem Feld. Eine Blockade im Rücken zwang den Annahmespieler und Außenangreifer, seine Tätigkeit einzustellen. Dennis Barthel, das Dürener Eigengewächs, sprang ein.

Diagonalangreifer Sebastian Gevert blieb gar ohne einen Einsatz. Den Deutsch-Chilenen plagt eine Bauchmuskelzerrung. „Er hätte im Fall des Falles spielen können, aber wir wollten kein Risiko eingehen. Wir brauchen einen 100-prozentig gesunden Sebastian im Rückspiel in Budweis“, begründete Brams den Verzicht auf Gevert.

Auch ohne die beiden Spieler ging Düren 2:1 in Führung. Im zweiten Satz lagen die Gäste gar 16:9 in Front, dann pirschten sich die Hausherren immer mehr heran — und hatten gar einen Satzball. Was Dürens Trainer freute, war der Fakt, „dass wir uns zusammengerissen und den Satz 27:25 noch gewonnen haben.“ Und nachdem die Dürener Abschnitt 3 gar deutlich 25:19 für sich entschieden hatten, schien der Auswärtssieg nur noch einen Satz entfernt zu sein.

Aber: Schnell gerieten die Dürener deutlich in Rückstand, verloren nach der ersten Technischen Auszeit völlig den Faden und den Abschnitt mit neun Punkten Unterschied. Der Trainer versuchte, mit einem Wechsel den Satzverlust zu verhindern. Weil Gevert geschont werden sollte, wechselte Brams‘ Außenangreifer Brook Sedore für Diagonalangreifer Marvin Prolingheuer ein. Der Erfolg stellte sich nicht ein.

Er kam aber wieder mit dem fünften Satz. „Wir haben uns gegenüber dem vierten Abschnitt enorm gesteigert“, freute sich Brams. Und so zogen die Dürener schnell mit zwei Punkten Vorsprung in Front. Die Vorentscheidung fiel beim Stand von 12:10 für die Powervolleys: Mittelblocker Bas van Bemmelen und Außenangreifer Matthias Pompe punkteten zum 14:10.