Düren: Powervolleys müssen zwei Sätze kämpfen

Düren: Powervolleys müssen zwei Sätze kämpfen

Wahrlich keine leichte Aufgabe stellte am Sonntagabend das Meisterschaftsspiel gegen den TV Ingersoll Bühl für die SWD Powervolleys in den beiden ersten Sätzen dar. Die Dürener redeten zwar viel auf dem Spielfeld miteinander, aber ihre Darbietung machte vor 1600 Zuschauern deutlich, dass die Mannschaft noch nicht eingespielt ist.

Dennoch gewannen die Hausherren 3:1 (29:27, 22:25, 25:18, 25:17), feierten den zweiten Sieg im dritten Spiel. Ihr Coach Anton Brams atmete auf: „Wir wussten, dass es eine schwere Partie wird. In der Pause haben wir uns vorgenommen, weiter mit risikoreichen Aufschlägen Bühl unter Druck zu setzen, um die Angriffe über ihren Mittelblock zu erschweren. Das ist uns gelungen.“

Im ersten Satz liefen die Hausherren immer einem Rückstand hinterher, ehe sie in einem überaus emotionalen Finale in der Verlängerung das glücklichere Ende für sich hatten. Die Emotionen kochten beim Stand von 23:22 für Düren hoch, als ein Bühler einem Ball, der Richtung Zuschauerränge flog, hinterherspurtete.

Ob der Gast das Spielgerät noch erreicht hätte oder nicht, sei dahingestellt: Auf jeden Fall beförderte ein Zuschauer den Ball zurück ins Feld. Die Bühler waren außer sich, ihr Trainer trat gegen den Tisch des Hallensprechers. Das Publikum pfiff den Gast gnadenlos aus. Düren führte 24:22, nutzte die Gunst der Stunde aber nicht. Im Gegenteil: Die Hausherren mussten Satzbälle abwehren, ehe sie per Block und überlegtem Angriff von Jan Philipp Marks den ersten Abschnitt für sich entschieden.

Im zweiten Satz mussten die Dürener nach ausgeglichenem Beginn und 13:11-Führung plötzlich einem Rückstand hinterherlaufen. Und als beim Stand von 19:19 Marks zwei Annahmen versprangen, war die Messe gelesen: Fünf der sechs letzten Punkte Bühls servierten die Powervolleys ihrem Gast auf dem silbernen Tablett.

So ging es 1:1 in die Kabine. Nach der Pause folgte der große Auftritt von Bas van Bemmelen, Dürens Neuzugang auf der Mittelblockerposition. Mit Jaromir Zachrich und Rudy Verhoeff besaßen die Powervolleys nur zwei einsatzfähige Spieler für diese wichtige Aufgabe: Oskar Klingner fällt nach Operation noch bis Januar aus, Zugang Michael Parkinson wird weiter als Rekonvaleszent geführt. Es herrschte Handlungsbedarf.

Und der vereinslose van Bemmelen, seit Freitag spielberechtigt, führte sich mit einer Aufschlagserie ein: Dank des Zugangs, der für Zachrich eingewechselt worden war, baute Düren seine Führung von 10:7 auf 15:7 aus. Düren gewann den dritten Satz und war auch in Abschnitt vier ohne Pro­bleme Herr im Haus. Am Mittwoch müssen die Dürener wieder aufs Feld: Sie erwarten im CEV-Pokal Lyon.

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