Powervolleys Düren setzten sich knapp gegen den TSV Herrsching durch

Düren: Ein Kraftakt bringt den Powervolleys den Sieg

Die Weste bleibt weiß: Die SWD Powervolleys haben gestern in ihrem letzten Heimspiel die erste Niederlage in dieser Saison in der Arena Kreis Düren in einem wahren Kraftakt verhindert. Die Hausherren siegten nach 0:2-Satz-Rückstand noch 3:2 (23:25, 24:26, 25:23, 27:25 und 15:11) über den TSV Herrsching.

Die Gastgeber wirkten lange nervös. Vor fast ausverkaufter Arena (2300 Zuschauer) fanden sie lange nicht zu ihrem Spiel. Die Aufschläge waren nicht so wirkungsvoll wie die der Gäste. Als der TSV in der Mitte des Satzes seine Aufschläge aber auch ins Netz oder ins Aus setzte, schloss sich Düren ihm weiter an. Und auch weil Herrschings Angreifern nur selten ein Block Paroli bot, durfte sich Düren maximal über einen Ausgleich freuen. Herrschings bester Angreifer, Christof Marks, machte folgerichtig den 25. Punkt und entschiedt damit den Satz.

Herrsching setzte sich auch im zweiten Satz ab (9:6).Düren aber kämpfte um jeden Punkt, lag bis zum 22:20 dann häufig mit zwei Zählern in Führung. Zwei Angriffsfehler führten zum 22:22. Per Herrschinger Netzroller lag der Gastgeber trotzdem 23:22 in Front. Aber: Die Hausherren brachten den Satz nicht ins Ziel. Der nächste Dürener Aufschlag landete im Netz, die folgende Annahme schwächelte: 23:24. Tom Strohbach und Christoph Marks sicherten Herrsching den zweiten Satz.

Es ging in die zehnminütige Pause. Die Nervosität der Powervolleys setzte sich auch danach fort, die Misere mit den Aufschlägen ebenfalls. Düren lag bei ersten Technischen Auszeit 7:8 zurück. Trainer Falter stand regungslos an der Seitenlinie (8:10). Dann forderte er seine Jungs auf, Optimismus zu zeigen: 10:10. Düren zog auf 13:11 davon. Der Beginn der Wende? Der Satzstand bei der zweiten Technischen Auszeit: 15:16 wegen Dürener Fehler und Herrschinger Angriffsstärke. Düren geriet gar 16:19 in Rückstand. Aber Düren hatte Edvarts Buivids. Für Marvin Prolingheuer eingewechselt, sorgte der Lette für den 25:23-Satzgewinn.

Die Spannung setzte sich im vierten Satz fort. Die Führungen wechselten. Kein Team setzte sich ab. Fehlerbehaftet blieb die Partie im Element Aufschlag. Und Düren verspielte eine 18:16-Führung. Bei 19:20 nahm sein Coach Stefan Falter eine Auszeit. Herrsching hatte bei 25:24 Matchball. Aber Buivids glich aus, Stijn d‘Hulst schkug ein Ass und Broshog blockte: 27:25, 2:2. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.

(sis)
Mehr von Aachener Zeitung