Düren: Neues Powervolleys-Team: Grundsolide verrückte Typen und Zauberhändchen

Düren: Neues Powervolleys-Team: Grundsolide verrückte Typen und Zauberhändchen

Seit 2010 spielt Jaromir Zachrich (32) beim Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren, seit sechs Jahren ist der Mittelblocker Kapitän. Und er kündigt an: „Ich hänge meine Schuhe erst an den Nagel, wenn ich entweder Pokalsieger oder Meister geworden bin.“ Im Folgenden stellt er sein neues Team vor, dem er mehr zutraut als in der vergangenen Saison, in der Düren Dritter wurde.

Romans Sauss, 28 Jahre, Angreifer aus Lettland, zweites Jahr in Düren: Im Angriff habe ich selten einen so schlauen und überlegten Spieler gesehen, der trotzdem so gut emotional mitgehen kann. Und er hat einen riesigen Schritt nach vorne gemacht, weil er im Sommer hart an seiner Annahme gearbeitet hat.

Stijn d‘Hulst (26), Zuspieler aus Belgien, neu in Düren: Da würde ich sagen: „Klein, aber oho“. Man neigt schnell dazu, ihn zu unterschätzen. Aber er ist einer von den ganz großen Charakteren im Team. Dazu kommt, dass Stijn noch richtige Zauberhändchen hat.

Karli Allik (21), Angreifer aus Estland, neu in Düren: Karli ist zwar gerade erst 21 Jahre alt geworden. Aber was die Persönlichkeit angeht, kann er schon bei den alten Hasen mitmachen. Er bringt viel Ruhe ins Team. Im Angriff hat er einen sehr schnellen Arm und ein gutes Auge. Außerdem hat er eine sehr solide Annahme.

Blair Bann (29), Libero aus Kanada, fünftes Jahr in Düren: Man merkt von der ersten Sekunde an im Training, dass er wieder da ist. In der Abwehr und in der Annahme hat er die Hosen an. Ich bin immer wieder überrascht, dass wir einen Spieler wie ihn in unseren Reihen haben, wenn man bedenkt, wie erfolgreich er international ist. Das spricht aber auch für Düren.

Tim Broshog (29), Mittelblocker, zweites Jahr in Düren: Ich glaube, dass er der mannschaftsdienlichste Spieler ist, den ich in meinem Leben getroffen habe. Tim denkt nie an sich. Er sieht immer das große Ganze für die Mannschaft. Davon mal abgesehen ist er immer noch einer der besten Blocker der Liga und eine ziemlich imposante Erscheinung. Wenn er zur Türe reinkommt, wird es dunkel.

Dirk Westphal (31), Angreifer, neu in Düren: Aufgrund der vielen Erfahrung, die er gesammelt hat, trifft er auf dem Feld viele gute Entscheidungen. Das ist toll für die jungen Spieler, dass wir mit Dirk jemanden haben, der auf dem Feld vorlebt, was man braucht, wenn man im Volleyball erfolgreich sein will. Ich merke, dass er für Düren brennt. Wenn du die Karriere ausklingen lassen und ein bisschen abfeiern willst, dann kommst du nicht nach Düren.

Edvards Buivids (23), Angreifer aus Lettland, neu in Düren: Eddy ist ein absolutes Kraftpakt und ein Spieler mit sehr viel Potenzial. Und er ist bereit, hart an sich zu arbeiten. Er hat auf jeden Fall das Zeug, später mal international ganz oben mitzuspielen. Er muss, wie die anderen jungen Spieler auch, noch ein paar Sachen lernen. Dafür ist er hier. Er hat die Möglichkeiten, einen Gegner im Alleingang zu zerstören.

Gilles Braas (25), Zuspieler aus Luxemburg, neu in Düren: Ich kannte vorher noch keinen Luxemburger, jetzt will ich sie alle kennenlernen. Die Arbeit mit ihm war von der ersten Sekunde an sehr angenehm. Genau wie Stijn weiß er, welche Bälle die Angreifer in welchen Momenten brauchen. Außerdem schätzt er gutes Essen sehr. Und damit hat er bei mir sowieso schon gewonnen.

Marvin Prolingheuer (27), Angreifer, viertes Jahr in Düren: Er hat in diesem Sommer eine unglaubliche Entwicklung gemacht. Jetzt hat er eine sehr große Variabilität im Angriff entwickelt. Marvin ist ein grundsolider verrückter Typ. Aber das musst du als Diagonalspieler auch sein, wenn du die schweren Angriffe verwandeln willst.

Julius Firkal (19), Angreifer aus der Slowakei, neu in Düren: Julius ist das Nesthäkchen und hat, genau wie Eddy, eine unglaubliche Handlungshöhe. Einige unserer Gegner in Testspielen hat er mit seinen Angriffen einfach mal zerlegt. Aber auch er muss noch lernen, dass es auch noch andere Lösungen gibt als die harte.

Michael Andrei (32), Mittelblocker, zweites Jahr in Düren: Das Powerhouse der Powervolleys. Er führt das Team emotional an, in guten wie in schlechten Zeiten. Und er ist einer besten Angreifer der Liga. Das macht einiges aus, weil die Mannschaft sich auch in schlechten Situationen auf ihn verlassen kann.

(jan)