Maaseik: MTV Stuttgart zu stark: Ladies scheitern im Halbfinale

Maaseik : MTV Stuttgart zu stark: Ladies scheitern im Halbfinale

Die Saison ist für die Ladies in Black Aachen beendet, der MTV Stuttgart, Erster der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga, war doch eine Nummer zu groß für die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum und musste sich vor der Rekordkulisse von 1810 Zuschauern mit 0:3 (19:25, 16:25, 23:25) geschlagen geben.

Während die Stuttgarterinnen nun auf ihren Finalgegner warten - auch wenn der Anhang schon „Schwerin, Schwerin, wir fahren nach...“ skandierte, wurden die Ladies, direkt nach Spielschluss mit der Bronzemedaille für Platz drei ausgezeichnet.

Schon vor dem ersten Ballwechsel war klar, dass die Ladies gegen das Stuttgarter Topteam nur eine Chance haben würde, wenn alles stimmt: Mut, Leidenschaft - und auch das notwendige Glück. Doch schon nach wenigen Ballwechseln war klar, dass die Aachenerinnen mit einer gehörigen Portion in dieses Entscheidungsspiel gegangen waren. Die Ladies konnten im ersten Durchgang zwar bis zum 15:15 noch mithalten, doch dann häufte sich das Fehlertriple aus verschlagenen Aufschlägen, nicht erfolgreichen Angriffen und schlechten Annahmen, so dass der MTV davonzog und den ersten Durchgang mit 25:19 nach Hause brachte.

Zu Beginn des zweiten Satzes konnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dass die Ladies ihre Scheu vor dem großen Namen abgelegt hatten, denn die Aachenerinnen traten wesentlich entschlossener auf, stellten den Gegner immer wieder vor große Probleme und gingen sogar mit 10:6 in Führung. Doch dann war der Faden wie abgeschnitten, Stuttgart fand zurück in die Partie, die Aachenerinnen zurück in den Fehlermodus. Den Gästen gelang der Ausgleich zum 10:10, und es folgte eine unwiderstehliche Serie, so dass die Ladies in der Endabrechnung nur 16 Punkte auf dem Konto hatten.

Wer nun gedacht hatte, dass sich die Waage schon eindeutig Richtung Stuttgart bewegt hatte, sah sich enttäuscht - oder vielmehr erfreut. Die Ladies kamen noch einmal zurück, erhöhten den Druck, brachten auch die langen Rallyes zu einem guten Ende und lagen in der Entscheidungsphase dieses dritten Satzes mit 22:20 in Führung. Und wenn man ein Beispiel braucht, wie entscheidend ein einziger Ball sein kann, dann war es der folgende Angriff von Tessa Polder: Die Niederländerin bejubelte schon den Punktgewinn, als die Stuttgarter Feldabwehr den Ball noch irgendwie aus dem Boden ausgrub und zurück auf die Aachener Seite brachte. Polder wurde erneut von Britt Bongaerts angespielt - und schlug den Ball neben die Seitenlinie. Stuttgart erarbeitete sich den ersten Satzball, Kapitänin McKenzie Adams verkürzte zum 23:24, doch dann konnte Tessa Polder den folgenden Angriff von Nika Daalderop nicht mehr abwehren.

„Es war eine unglaubliche Saison“, rief Trainerin Saskia van Hintum nach Spielende ihren Spielerinnen zu. „Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll, aber ich verspreche euch, die nächste Saison fangen wir in der Neuköllner Straße an und bringen sie hier zu Ende.

Die Spielerinnen werden am Mittwoch, 18.30 Uhr, im K1 auf dem PTSV-Gelände am Eulersweg offiziell verabschiedet.

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