Düren: Mit Rekordergebnis ins Halbfinale

Düren: Mit Rekordergebnis ins Halbfinale

Das Saisonziel ist erreicht. In den Playoffs der Volleyball-Bundesliga steht Evivo Düren im Halbfinale. Nach dem zweiten Sieg über den Moerser SC trifft Düren jetzt auf Meister VfB Friedrichshafen. Los geht´s am kommenden Mittwoch am Bodensee.

Am Mittwoch feierten 1600 Zuschauer in der Arena Kreis Düren eine Mannschaft, die schon mehrfach am Boden lag. In der Saison und am Mittwoch. Das Spiel war ein Krimi ohnegleichen. Auf dass es so weiter gehen möge wie am Sonntag, als Evivo Moers auswärts mit 3:0 geschlagen hatte. Darauf hatte Goswin Caro, der sportliche Leiter des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, gehofft. Deswegen hatte er sich genau die Kleidung angezogen, die er getragen hat, als Düren das erste Viertelfinalspiel um die deutsche Meisterschaft auswärts gewonnen hat. „Mir egal, wenn das ein bisschen riecht”, sagte Caro. Am Mittwoch, nach dem Spiel dürfte es gerochen haben. Denn das Spiel in der Arena Kreis Düren war an Spannung kaum zu überbieten. Vor allem der zweite Satz. Da wurde ein neuer Arena-Rekord aufgestellt. Denn mit 41:39 hat Evivo noch nie einen Satz gewinnen müssen.

Aus dem Loch zurück

Der derart lange Satz war die Geschichte zweier Dürener Spieler. Zum einen Michael Olieman, der Düren mit seinen Aufschlägen und Angriffen aus einem tiefen Loch zurück in die Partie holte. 10:17 lag Düren hinten, kurz darauf stand es 19:19. Und es war der Satz von Nicolai Kracht. 1600 Zuschauer in der Arena litten mit dem jungen Angreifer mit. Zur Erinnerung: Düren hat verletzungsbedingt keine Alternative mehr. Der 22-Jährige muss durchhalten. Auch, wenn er wackelt. Das war am Mittwoch der Fall. Aber Kracht hat gekämpft, in Moers und am Mittwoch in Düren.

Der Moerser SC war am Sonntag daheim ohne Chance geblieben und bei der Ehre gepackt worden. Alles oder nichts spielten die Gäste am Mittwoch und brachten Düren mächtig ins Wanken. Am Ende reichte es jedoch nicht. Evivo siegte mit 26:24, 41:39 und 25:18 in Sätzen. „Ich war so froh, als der letzte Satz endlich vorbei war”, fiel die immense Spannung von Nikolai Kracht mit dem Schlusspfiff wie eine Zentnerlast ab. „Ich hatte Schmerzen, habe aber nie aufgehört, an mich zu glauben”, jubelte Kracht. „Dass wir jetzt im Halbfinale stehen ist einfach geil!”

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